TTC Grenzau - Saisonmagazin 2026/2027

FLIPSaisonmagazin 2026/27 #weltklasseimwesterwald #zugbrueckeziehhoch Zurück in der Liga Liam Pitchford

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FLIP 2026/27 4 Inhalt Seite 14 Seite 6 36Fünf Jahre an der Seitenlinie – Danke Bobo! Die Stimmungsmacher der Liga 42 38Zwei Spieler, zwei Storys – alles Gute Luka und Patti TTC-Team 2026/27 Mannschaftsfoto 40 06Eine Liga ohne Verschnaufpause 34 Lageplan - Hier spielt die Liga 10 Vorhang auf für das Grenzauer Team 25Jan Wisberg - Erfahrung und Kompetenz 26Terminplan - Weltklasse live erleben 30Die Teams der Saison 2026/27 Seite 70

Seite 74 FLIP 2026/27 5 48Ups & Downs der Saison 2025/26 52Grenzauer Amateure stabil und die Jugend auf dem Vormarsch 51 Feng Yi-Hsin – bereit für den nächsten Schritt 54Keine Nebensache – News and Facts 61 Social Media etabliert sich zunehmend 72Die Brexbach-Haie – unermüdlich an der Seite des Teams 64Die unverzichtbare Stütze – Unser Helferteam 76 40 Jahre nach dem Triple – 1986/87 eine unvergessene Saison 58Pokalpremiere mit dem Grand Opening 46Turnierkalender – Spieler unter Druck 47Der TTC-Podcast: Mehr Stimmen, mehr Nähe 78Partner und Freunde des TTC 68Der Wendepunkt in der Saison 2025/26 – Sieg über Karlsson TTC Zugbrücke Grenzau e.V. / 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 0 26 24 10 54 35 / www.grenzau.de / info@grenzau.de Redaktion: Tom Neumann, fischkopp Medien / Fotos: Wolfgang Heil, Hillscheid - TTC Zugbrücke Grenzau / Druck: Paulus + Thewalt, Höhr-Grenzhausen 75Auswärtsfahrten – Grenzau on Tour

Eine Liga ohne Verschnaufpause

Die Tischtennis-Bundesliga startet mit den gleichen zwölf Vereinen wie im Vorjahr in die Saison 2026/27 – sportlich bleibt dennoch kaum etwas beim Alten. Zahl- reiche Transfers haben die Kräfteverhältnisse neu sortiert: Fan Zhendong wechselte nach Düsseldorf, Saarbrücken reagiert unter anderem mit Hugo Calderano und Alvaro Robles. Auch Teams aus dem Mittelfeld und dem unteren Tabellen- drittel haben ihre Kader gezielt verstärkt. Die ohnehin hohe Leistungsdichte dürfte damit weiter zunehmen. Die vergangene Saison beendete Grenzau nach einem nervenaufreibenden Kampf um den Klassenverbleib mit 16 Punkten auf Rang zehn. Auch wenn sich diese 16 geholten Punkte gerecht auf Vor- und Rückrunde aufteilten – in beiden holte der TTC jeweils acht –, so war es doch vor allem letztere, die den Vereins- verantwortlichen nachhaltig in Erinnerung blieb. „In der Rückrunde haben wir mit Mühlhausen, Dortmund, Bad Homburg und Fulda vier Spiele in Serie gewonnen. Ich weiß nicht, wann das hier zuletzt gelungen ist“, so Markus Ströher, 2. Vorsitzender und Manager des Vereins. Gleichzeitig legte Ströher, der seit nunmehr sechs Jahren gemeinsam mit Olaf Gstettner, dem 1. Vorsitzenden, an der Spitze des Klubs steht, den Finger in die Wunde: „Wir müssen uns schon fragen, warum wir es nicht geschafft haben, diese Leistung konstanter über die gesamte Spielzeit an den Tag zu legen. Dass die Jungs dieses Niveau auch über längere Phasen spielen können, ist unbestritten.“ „Phasen“ – eine treffendere Beschreibung für die vergangene Saison des TTC gibt es wohl kaum. Da war zunächst der Auftaktsieg über Bad Königshofen zu Saisonbeginn – trotz Abwesenheit von Spitzenspieler Feng –, der eine kleine Euphoriewelle auslöste. Was danach jedoch folgte, waren bittere und bange Monate: Ein Sieg aus den nächsten acht Spielen, der letzte Platz in der Tabelle und dazu die aufkommenden Gerüchte aus der 2. Bundesliga, der TSV Windsbach bereite sich auf einen möglichen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse vor. „Das war schon sehr belastend. Man hatte zeitweise das Gefühl, die Jungs hätten beinahe Angst vorm Gewinnen“, so Olaf Gstettner über die schwierigen drei Monate im Herbst 2025. In der Adventszeit folgte dann aber der langersehnte Befreiungsschlag: Zwei Siege gegen Grünwettersbach und Fulda ließen Grenzau vorübergehend die „rote Laterne“ abgeben und sorgten für einen versöhnlichen Jahresabschluss im Brexbachtal. Besonders lange währte die Freude über die sportlichen Höhepunkte in der Weihnachtszeit jedoch nicht. Zu schwach war dafür das, was nach den ersten fünf Spielen der Rückrunde zu Buche stand: kein einziger Sieg, und eine Niederlage im direkten Duell gegen den bis dato Tabellenletzten Bad Königshofen ließ die Sorgen um den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte immer größer werden. „Im Sport gibt es manchmal so Phasen, da hast du das Gefühl, du kannst gar nicht gewinnen, egal was du machst – umgekehrt gibt es aber auch solche, in denen du morgens aufstehst und nicht daran zweifelst, dass du heute gewinnen wirst“, so Anton Stefko, seit zehn Jahren Grenzaus Co-Trainer. Und genau in diesem Moment, dem wohl schwierigsten der abgelaufenen Spielzeit, ließ die Mannschaft eine solche Hochphase folgen – mit den schon angesprochenen vier Starker Schlussspurt nach anfänglichen Problemen Neue Qualität für nötige Flexibilität Siegen in Folge, die sämtliche Abstiegssorgen beseitigten. „Das war natürlich Wahnsinn. Die Jungs haben dem Druck von außen, der mit jeder Niederlage größer wurde, standgehalten und ihr bestes Tischtennis gezeigt – Chapeau“, resümierte Markus Ströher. Für die neue Spielzeit hat der TTC mit Liam Pitchford zusätzliche Qualität verpflichtet, während der Kern der Mannschaft um Feng Yi-Hsin, Maciej Kubik und Sam Walker zusammenbleibt. Komplettiert wird das Team vom letztjährigen Neuzugang Martin Allegro. „Die Liga wird noch ausgeglichener und gleichzeitig in der Spitze stärker“, sagt Olaf Gstettner. „Für einen Verein wie Grenzau bedeutet das, dass wir an jedem Spieltag an unsere Leistungsgrenze gehen müssen. Unser klares Ziel ist und bleibt der Klassenverbleib. Alles, was darüber hinaus möglich wird, nehmen wir gerne als Zugabe.“ Auch Markus Ströher erwartet eine Saison, in der Kleinigkeiten entscheiden werden: „Wir haben unseren Kader breiter und qualitativ stärker aufgestellt. Entscheidend wird sein, gesund zu bleiben, als Mannschaft schnell zusammenzufinden und die engen Spiele auf unsere Seite zu ziehen. Wir wissen, wo wir herkommen – verstecken müssen wir uns dennoch vor niemandem.“ Sogar noch etwas offensiver betrachtet es Sam Walker, der nun in seine fünfte Saison für Grenzau geht: „Natür-lich ist die Liga voller Qualität, und wir kämpfen in erster Linie um den Klassenerhalt. Aber wenn alles so zusammenläuft, wie wir uns das vorstellen, können wir auch um die Playoffs mitspielen. Alles ist möglich, und wir haben dafür die nötige Klasse im Team“, so der Engländer im Rahmen der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung.

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Geboren: 01.01.2003 in Taipei / Taiwan Größe: 1,73 Meter Spielstil: Rechtshänder / Angriff / Shakehand Profi seit: 2021

16 Siege, zehn Niederlagen: Feng Yi-Hsin hat seine Rolle als Nummer eins des TTC Zugbrücke Grenzau in der vergangenen Saison bestätigt. Vier Jahre nach seinem Wechsel ins Brexbachtal ist aus dem Herausforderer längst ein sportlicher Fixpunkt geworden. Trotzdem blickt der 23-Jährige nach vorn: auf die eigene Entwicklung, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Chen Zhibin und eine Mannschaft, der er 2026/27 einiges zutraut. Feng, als du 2022 nach Grenzau gekommen bist, warst du als Herausforderer der etablierten Spieler gedacht. Heute bist du die unangefoch- tene Nummer eins und hast ausschließlich positive Bilanzen gespielt. Wie blickst du auf diese Entwicklung? Ich habe mich in Grenzau von Beginn an wohlgefühlt. Vermutlich ist das ein wichtiger Grund dafür, dass es auf Anhieb so gut funktioniert hat und bis heute funktioniert. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich noch viel verbessern kann. Deshalb bleibt mein Fokus darauf gerichtet, kon- zentriert zu trainieren, mich weiterzuentwickeln und noch mehr Spiele für die Mannschaft zu gewinnen. Chen Zhibin, der dein Talent früh erkannt und gefördert hat, übernimmt in der neuen Saison das Amt des Cheftrainers. Was zeichnet ihn aus? Chen zeigt in jeder Trainingseinheit vollen Einsatz, verlangt diesen Einsatz aber auch von seinen Spielern. Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, in welchen Bereichen sich ein Spieler oder die Mannschaft noch verbessern muss. Außerdem hat er nach wie vor eine überragende Vorhand (lacht). Ich bin überzeugt, dass er ein sehr guter Cheftrainer sein wird. Mit Liam Pitchford hat der TTC zusätz- liche Qualität verpflichtet. Was ist mit dieser Mannschaft möglich? Ich denke, dass wir in dieser Saison eine starke Mannschaft haben. Trotzdem ist es wichtig, demütig zu bleiben und uns immer nur auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Die Liga ist sehr ausgeglichen, deshalb wird jedes Spiel eine Herausforderung. Ich hoffe aber, dass wir mehr Partien gewinnen und uns in der Tabelle besser platzieren können. Grenzaus Nummer eins denkt weiter Feng Yi-Hsin FLIP 2026/27 11

Zehn Monate lang musste Liam Pitchford auf Wettkämpfe verzichten. Beim US Smash feierte der englische Nationalspieler schließlich sein Comeback – und schlug damit zugleich ein neues Kapitel seiner Karriere auf. In der Saison 2026/27 wird der frühere Top-20-Spieler für den TTC Zugbrücke Grenzau antreten. Der 32-Jährige bringt internationale Klasse und große Erfahrung mit, weiß aber auch, dass der Weg zurück zu seinem besten Niveau Geduld und viele Spiele erfordert. Liam, wie hat es sich angefühlt, nach zehn Monaten Verlet- zungspause wieder bei einem Wettkampf am Tisch zu stehen? Es hat sich unglaublich gut angefühlt, endlich wieder antreten zu können. Auch wenn ich mein Auftaktspiel gegen Shinozuka mit 1:3 verloren habe, hat mein Körper gut reagiert. Angesichts der langen Pause war mein Niveau bereits solide. Natürlich brauche ich noch einige Partien, um vollständig in den Wettkampf- rhythmus zu kommen. Vor allem in den entscheidenden Momenten fehlt mir noch etwas Konstanz. Genau daran werde ich in den kommenden Wochen arbeiten. Warum hast du dich nach der langen Pause für den Ligabetrieb und für Grenzau entschieden? Ich war lange unsicher, ob ich in der kommenden Saison überhaupt wieder für einen nationalen Verein spielen möchte. Mit Sam verbindet mich durch unsere gemeinsame Zeit im Nationalteam und unsere Freundschaft ein enger Kontakt. Er hat immer sehr positiv von Grenzau gesprochen. Als ich vom Interesse des Vereins erfahren habe, fiel mir die Entscheidung leicht. Grenzau bietet mir ein hervorragendes Umfeld und die Möglichkeit, viele Spiele in einer der besten Ligen der Welt zu bestreiten. Was hältst du mit der neuen Mannschaft in der kommenden Saison für realistisch? Ich finde, dass wir sehr gut aufgestellt sind. Natürlich ist die Bundesliga enorm stark, und nahezu jede Mannschaft verfügt über mehrere Ausnahmespieler. Deshalb wird jede Partie eine große Herausforderung. Wir werden aber viel gemeinsam trainieren und alles dafür tun, einen starken, positiven Teamgeist zu entwickeln. Wenn uns das gelingt und wir als Mannschaft zusammenfinden, können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen. Liam Pitchford Zurück am Tisch, bereit für Grenzau FLIP 2026/27 12

Geboren: 12.07.1993 in Chesterfield / England Größe: 1,84 Meter Spielstil: Rechtshänder / Angriff / Shakehand Profi seit: 2008

Will enge Spiele für sich entscheiden FLIP 2026/27 14 Maciej Kubik Die Bilanz von 4:18 spiegelt nur bedingt wider, wie nah Maciej Kubik in der vergangenen Saison häufig an weiteren Siegen war. Viele Partien gingen erst im fünften Satz verloren, oft entschieden nur wenige Ballwechsel gegen den Polen. Der 23-Jährige geht nun bereits in seine fünfte Saison für den TTC Zugbrücke Grenzau. Aus dem jungen Talent ist ein fester Bestandteil der Mannschaft geworden – mit dem Ziel, aus den schwierigen Erfahrungen der Vorsaison die richtigen Lehren zu ziehen. Maciej, du bist mit 19 Jahren nach Grenzau gekommen und spielst inzwischen seit vier Jahren hier. Wie hast du dich verändert? Ich denke, dass sich gar nicht so viel verändert hat. Während meiner Zeit in Grenzau gab es einige richtig gute Momente, aber auch Phasen, die für mich und die Mannschaft sehr hart waren. Diese Erfahrungen gehören zu meiner Entwicklung. Vor allem aber fühle ich mich im Verein und im Brexbachtal sehr wohl. Grenzau ist für mich inzwischen wirklich zu einem zweiten Zuhause geworden. Du warst vielen Gegnern ebenbürtig, hast aber zahlreiche enge Partien verloren. Wie gehst du damit um? Ich habe in der vergangenen Saison viele Spiele mit 2:3 verloren. Grundsätzlich habe ich auf einem guten Niveau gespielt, konnte in den entscheidenden Momenten mental aber nicht immer mithalten. Das ist enttäuschend, gleichzeitig muss ich diese Situationen als Teil meines Lernprozesses sehen. Ich hoffe, dass ich daraus die richtigen Schlüsse gezogen habe und die knappen Spiele in der kommenden Saison häufiger auf meine Seite ziehen kann. Wo kann Grenzau in der neuen Saison landen, und welche Rolle möchtest du im Team spielen? Die Bundesliga wird auch diesmal sehr stark sein. Gleichzeitig ist unsere Mannschaft stärker geworden. Deshalb glaube ich, dass wir eine realistische Chance haben, uns im Mittelfeld der Tabelle zu platzieren. Ich möchte dem Team in jeder Situation helfen, Spiele zu gewinnen, Verant- wortung übernehmen und eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft spielen.

Geboren: 10.02.2003 in Warschau / Polen Größe: 1,85 Meter Spielstil: Rechtshänder / Angriff / Shakehand Profi seit: 2020

FLIP 2026/27 16 Martin Allegro Wenn es darauf ankommt, ist er zur Stelle

Geboren: 29.04.1996 in Boussu / Belgien Größe: 1,70 Meter Spielstil: Linkshänder / Angriff / Shakehand Profi seit: 2016 Seine Einzelbilanz von 3:10 erzählt nur einen Teil der vergangenen Saison. Im Doppel wurde Martin Allegro mit vier Siegen bei nur einer Niederlage zu einem entscheidenden Faktor für den TTC Zugbrücke Grenzau. Wenn nach vier Einzeln das Abschlussdoppel entscheiden musste, bewies der Belgier seine besondere Qualität. Nun geht er in seine zweite Saison im Brexbachtal – mit viel Vertrauen in die Mannschaft und klaren persönlichen Zielen. Martin, in einer schwierigen Phase waren es auch deine Leistungen, die zur Wende beigetragen haben. Wie zufrieden bist du rückblickend mit der Saison? Wir haben uns als Mannschaft von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. In der ersten Saisonhälfte hatten wir häufig Chancen, das entscheidende Doppel zu gewinnen, konnten diese aber noch nicht oft genug nutzen. In der Rückrunde gelang uns das besser. Diese knappen Siege gaben uns Selbstvertrauen und waren wichtig für den Klassenverbleib. Meine individuellen Leistungen waren insgesamt nicht die besten, mit meiner zweiten Saisonhälfte bin ich aber zufrieden. Wenn ich dieses Niveau halte, kann ich dem Team künftig noch mehr helfen. Du hast viele Jahre in Bad Königshofen gespielt. Warum hast du dich für Grenzau entschieden - auch über die erste Saison hinaus? Meine Zeit in Bad Königshofen war eine sehr schöne Erfahrung. Entscheidend für den Wechsel war das große Vertrauen, das Markus und Olaf mir entgegengebracht haben. Sie haben mir gezeigt, dass sie mir in Grenzau eine wichtigere Rolle zutrauen. Das hat mich überzeugt. Ich fühle mich hier sehr wohl und kann mir gut vorstellen, länger Teil dieses Vereins zu bleiben. Was ist mit der neuen Mannschaft möglich – und welche Rolle möchtest du übernehmen? Ich halte unser Team für stark. Die Play-offs sind auf dem Papier vielleicht nicht das naheliegende Ziel, aber wir können die Saison deutlich stressfreier gestalten als die vergangene. Wir wollen ein gefährlicher Außenseiter sein, den jeder Gegner ernst nehmen muss. Ich werde alles dafür tun, Punkte zu holen. Im Einzel möchte ich weiterkämpfen – mit der Überzeugung, dass enge Spiele künftig häufiger zu meinen Gunsten ausgehen.

Geboren: 07.05.1995 in Sutton in Ashfield / England Größe: 1,86 Meter Spielstil: Rechtshänder / Angriff / Shakehand Profi seit: 2011

Samuel Walker geht in seine fünfte Saison beim TTC Zugbrücke Grenzau. Der Engländer ist längst mehr als ein erfahrener Spieler im Kader: Er übernimmt Verantwortung, bringt sich im Einzel und Doppel ein und ist auch neben dem Tisch ein wichtiger Ansprechpartner. Mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung Anfang 2026 hat er bewusst ein Zeichen für Kontinuität gesetzt. Besonders die emotionalen Heimsiege gegen Dortmund und Bad Homburg zeigen ihm, was diese Mannschaft gemeinsam erreichen kann. Sam, wenn du auf deine vier Jahre in Grenzau zurückblickst: Welcher Moment ist dir besonders in Erinnerung geblieben? Es gab viele besondere Momente, deshalb fällt es mir schwer, nur einen herauszugreifen. Sehr präsent sind für mich die Heimsiege der vergangenen Saison gegen Dortmund und Bad Homburg. Unsere Situation in der Tabelle war zu diesem Zeitpunkt sehr belastend. Dass wir diese beiden Schlüsselspiele innerhalb von nur 72 Stunden vor unseren eigenen Fans gewinnen konnten, war für die Mannschaft enorm wichtig und hat gezeigt, welche Energie in Grenzau entstehen kann. Welche Rolle möchtest du in der kommenden Saison innerhalb der Mannschaft übernehmen? Ich fühle mich weiterhin fit und möchte dem Team mit meinen Stärken helfen – am Tisch, aber ebenso daneben. Genau deshalb habe ich mich bewusst dazu entschieden, meinen Vertrag noch einmal zu verlängern. Feng, Maciej und ich spielen inzwischen seit vier Jahren gemeinsam in Grenzau. Liam kenne ich noch wesentlich länger, und auch mit Martin hat es sofort harmoniert. Wir kennen und vertrauen uns. Diese Verbindung kann uns helfen, als Mannschaft noch einiges zu erreichen. Du hast kürzlich deine langjährige Partnerin Monica geheiratet. Gibt dir dieser besondere Schritt zusätzliche Kraft für deine sportlichen Aufgaben? Das ist durchaus möglich. Monica unterstützt mich aller- dings schon seit vielen Jahren und war auch häufig in Grenzau, um unsere Spiele vor Ort zu verfolgen. Sie kennt die Anforderungen des Profisports und begleitet mich durch gute wie schwierige Phasen. Ich bin sehr glücklich, meinen Lebensweg gemeinsam mit ihr zu gehen, und freue mich auf alles, was privat und sportlich vor uns liegt. Sam Walker Vier Jahre Grenzau – und noch einiges gemeinsam vor

FLIP 2026/27 20 Chen Zhibin Trainer will nächsten Schritt machen Zurück in Grenzau, bereit für eine neue Aufgabe Als Spieler feierte Chen Zhibin mit Grenzau große Erfolge, später betreute er den TTC bereits als Spielertrainer. Nun kehrt der frühere Weltranglistensechste als Cheftrainer der Bundesligamannschaft ins Brexbachtal zurück. Der 63-Jährige bringt Erfahrungen aus dem chinesischen Nationalkader sowie aus seiner Arbeit als Nationaltrainer in den Niederlanden und Singapur mit. Vor allem aber kennt er den Verein, sein Umfeld und viele der Spieler sehr genau. Chen, du hast Grenzau bereits als Spieler und Trainer erlebt. Was bedeutet es dir, nun als Cheftrainer zurückzukehren? Ich habe insgesamt mehr als zehn Jahre als Spieler und später als Trainer für diesen Verein gearbeitet. In dieser Zeit ist eine sehr enge emotionale Verbindung zu Grenzau entstanden. Wir haben gemeinsam große Erfolge gefeiert, und ich kenne das besondere Umfeld des Vereins sehr gut. Das war ein wichtiger Grund für meine Entscheidung. Nach einigen Jahren kehre ich nun in die Bundesliga zurück und freue mich sehr darauf, wieder Verantwortung für Grenzau zu übernehmen. Du hast auf höchstem internatio- nalen Niveau gespielt und später Nationalmannschaften trai- niert. Was möchtest du aus diesen Erfahrungen ein- bringen? Ich habe Tischtennis in verschiedenen Ländern, Kulturen und Rollen kennengelernt. Dabei habe ich erfahren, dass jeder Spieler eine individuelle Ansprache und andere Trainingsreize benötigt. Entscheidend sind für mich Disziplin, Inten- sität und die Bereitschaft, jeden Tag an Details zu arbeiten. Als Trainer möchte ich genau erkennen, in welchen Bereichen sich ein Spieler verbessern kann, und ihm dabei helfen, den nächsten Schritt zu machen. Welche Entwicklung wünschst du dir für die Mannschaft in der Saison 2026/27? Ich pflege bereits ein gutes Verhältnis zu vielen Spielern und kenne ihre Stärken. Wichtig wird sein, dass wir viel und konzentriert miteinander arbeiten, Vertrauen entwickeln und als Mannschaft zusammenwachsen. Wir haben einen interessanten Kader mit unterschiedlichen Qualitäten. Mein Ziel ist, dass sich jeder einzelne Spieler und dadurch auch das gesamte Team kontinuierlich verbessert. Wenn uns das gelingt, können wir eine gute und erfolgreiche Saison spielen.

Geboren: 21.10.1962 in Shandong / China Größe: 1,79 Meter Spielstil: Rechtshänder / Angriff / Shakehand Spieler im Verein: 1998-2006 / Trainer seit: 2026

FLIP 2026/27 22 Anton Stefko Er kennt Grenzau wie kaum ein Zweiter Mehr als vier Jahrzehnte Grenzau lassen sich nicht in einer Funktion zusammenfassen. Anton Stefko war Spitzenspieler, Deutscher Mannschaftsmeister, Chef- trainer und ist heute Co-Trainer des Bundesligateams sowie Leiter der Internationalen Butterfly Tischtennis- schule. Er kennt große Erfolge und schwierige Phasen – und weiß, wie wertvoll Erfahrung gerade dann wird, wenn Spiele auf wenige Ballwechsel zusammenschrumpfen. Auch unter dem neuen Cheftrainer Chen Zhibin bleibt Stefko deshalb ein wichtiger Bestandteil des sportlichen Teams. Anton, du hast in Grenzau schon nahezu jede sportliche Rolle ausgefüllt. Wie hat sich deine Aufgabe über die Jahre verändert? Früher stand natürlich meine eigene Leistung am Tisch im Mittelpunkt. Später ging es als Trainer darum, Verantwortung für eine ganze Mannschaft zu übernehmen. Heute kann ich meine Erfahrung sehr gezielt einbringen. Ich beobachte viel, spreche mit den Spielern und versuche, ihnen bei taktischen oder technischen Fragen zu helfen. Meine Rolle hat sich verändert, aber die Leidenschaft für Grenzau und für den Tischtennissport ist immer gleich geblieben. Mit Chen Zhibin übernimmt ein alter Weggefährte das Amt des Cheftrainers. Was kann eure Zusammenarbeit auszeichnen? Chen und ich kennen uns seit vielen Jahren und schätzen uns gegenseitig. Er bringt sehr viel Energie, klare Vor- stellungen und große internationale Erfahrung mit. Ich kenne wiederum den Verein, die Bundesliga und die besonderen Abläufe in Grenzau sehr genau. Entscheidend wird sein, dass wir uns gut ergänzen und offen austau- schen. Am Ende geht es nicht darum, wer eine Idee hatte, sondern darum, gemeinsam die beste Lösung für die Spieler und die Mannschaft zu finden. Du arbeitest mit Bundesligaprofis, aber auch mit Gästen der Tischtennisschule. Was reizt dich bis heute an dieser Kombination? Jeder Spieler ist anders – unabhängig davon, ob er Profi oder Hobbyspieler ist. Genau das macht die Arbeit interessant. Man muss zuhören, genau hinschauen und herausfinden, welcher Hinweis einem Menschen wirklich hilft. Bei den Profis entscheiden oft kleine taktische Details. In der Tischtennisschule geht es häufig darum, Freude zu vermitteln und Fortschritte sichtbar zu machen. Beides verbindet dieselbe Idee: Menschen für Tischtennis zu begeistern und sie ein Stück besser zu machen.

Geboren: 30.08.1960 in Turzovka / Tschechoslowakei Größe: 1,90 Meter Trainer seit: 2000

FLIP 2026/27 24 BUTTERFLY Tischtennis-Schule Zugbrücke Grenzau Brexbachstraße 11-17, 56203 Höhr-Grenzhausen, Germany T + 49 2624 1050, info@zugbruecke.de Ein Meer aus Tischtennisbällen wird zum Lächeln – und genau darum geht’s: spielen, lernen, Spaß haben. In der Tischtennisschule Grenzau trifft echtes Training auf Leichtigkeit und Freude am Spiel. Der perfekte Ort für Tischtennis und Urlaub. www.zugbruecke.de/tt spiel. spaß. smile.

FLIP 2026/27 25 Damit der Körper mitspielt Jans Fitnesstipp 1: Beweglichkeit vor Belastung „Vor dem Training sollte der Körper dynamisch vorbereitet werden. Besonders sinnvoll sind Ausfallschritte mit Oberkörperrotation und kontrollierte Seitbewegungen. Zwei Durchgänge von jeweils acht Wiederholungen pro Seite reichen aus, um Hüfte, Beine und Rumpf auf die schnellen Bewegungen am Tisch einzustellen.“ Jans Fitnesstipp 2: Stabilität für die Mitte „Ein stabiler Rumpf verbessert die Balance und entlastet den Rücken. Eine gute Übung ist der seitliche Unterarmstütz mit langsamem Anheben und Absenken der Hüfte. Drei Serien mit jeweils zehn Wiederholungen pro Seite lassen sich gut in jedes Athletikprogramm integrieren.“ Physiotherapeut Jan Wisberg Wenn in der Tischtennis Bundesliga jeder Ballwechsel zählt, darf der Körper nicht zum Unsicherheitsfaktor werden. Genau hier beginnt die Arbeit von Jan Wisberg. Seit mehr als 20 Jahren gehört der Physiotherapeut zum festen Umfeld des TTC Zugbrücke Grenzau. Er begleitet die Spieler im Training und an den Spieltagen, behandelt akute Beschwerden und sorgt mit präventiven Maßnahmen dafür, dass aus kleinen Problemen möglichst keine längeren Ausfälle werden. Tischtennis wirkt auf den ersten Blick weniger körperbetont als viele andere Sport- arten. Tatsächlich verlangen die schnellen Richtungswechsel, tiefen Positionen und explosiven Rotationen dem gesamten Bewegungsapparat viel ab. Besonders Rücken, Schultern, Knie und Hüfte stehen dauerhaft unter Belastung. Wisbergs Aufgabe besteht deshalb nicht nur aus Massage, Tape und Mobilisation. Er beobachtet Bewegungsabläufe, kennt die individuellen Schwachstellen der Profis und stimmt seine Behandlung auf Trainingspensum, Reisestrapazen und Wettkampfbelastung ab. Gerade während einer langen Saison ist dabei Fingerspitzengefühl gefragt. Manchmal muss ein Spieler kurzfristig für den nächsten Einsatz vorbereitet werden, in anderen Situationen steht die langfristige Stabilität im Mittelpunkt. Hinzu kommt die menschliche Komponente: Wisberg ist Ansprechpartner, Ruhepol und jemand, der im richtigen Moment zuhört. Diese Mischung aus Erfahrung, Vertrauen und fachlicher Präzision macht ihn zu einem wertvollen Teil der Mannschaft. Der Physio ist verlässlicher Begleiter im Hintergrund und Bindeglied zwi- schen Behandlung, Prävention und Motivation.

FLIP 2026/27 26 Weltklasse live erleben Termine Vorrunde So 16.08.2026 17 Uhr Post SV Mühlhausen (A) So 23.08.2026 17 Uhr SV Werder Bremen (H) Di 25.08.2026 19 Uhr TTF LIEBHERR Ochsenhausen (A) So 06.09.2026 15:30 Uhr TTC RS Fulda-Maberzell (A) Mo 21.09.2026 19 Uhr TSV Bad Königshofen (H) Fr 25.09.2026 18:30 Uhr ASC Grünwettersbach (A) Mo 09.11.2026 19 Uhr Borussia Düsseldorf (H) So 15.11.2026 17 Uhr 1. FC Saarbrücken (A) So 22.11.2026 17 Uhr TTC Schwalbe Bergneustadt (H) Mo 14.12.2026 19 Uhr BV Borussia Dortmund (A) Fr 18.12.2026 18:30 Uhr TTC OE C.-T.S. Bad Homburg (H)

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FLIP 2026/27 28 TischtennisBUNDESLiga, Pokal & WTT. ALLE SPIELE. LIVE. JETZT STREAMEN! 14,50 € SAISONSTARTANGEBOT PRO MONAT AB

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FLIP 2026/27 30 01 02 03 Fan, Zhendong (CHN) 2747 Qiu, Dang (DEU) 2614 Källberg, Anton (SWE) 2579 Jha, Kanak (USA/DEU) 2564 Li, Yongyin (CHN) 2475 01 Borussia Düsseldorf 02 Andras, Csaba (HUN) 2527 Ban, Ivor (HRV) 2459 Perez, Juan (ESP) 2434 Oehme, Benno (DEU) 2353 TTC OE Bad Homburg 03 Togami, Shunsuke (JPN) 2613 Chirita, Iulian (ROU) 2503 Movileanu, Darius (ROU) 2426 Abiodun, Tiago (POR) 2425 Berzosa, Daniel (ESP) 2391 TTF Liebherr Ochsenhausen

FLIP 2026/27 31 06 05 04 Ovtcharov, Dimitri (DEU) 2561 Groth, Jonathan (DEN) 2474 Filus, Ruwen (DEU) 2472 Meng, Fanbo (DEU) 2437 Istrate, Andrei (ROU) 2374 TTC Fulda-Maberzell Apolonia, Tiago (POR) 2508 Jarvis, Tom (ENG) 2499 Walther, Ricardo (DEU) 2441 Bluhm, Florian (DEU) 2401 Hippler, Tobias (DEU) 2392 Floro, Damian (SVK) 2239 05 ASC Grünwettersbach Steger, Bastian (DEU) 2526 Bertelsmeier, Andre (DEU)2540 Habesohn, Daniel (AUT) 2480 Liao, Cheng-Ting (CHN) 2455 Zeljko, Filip (CRO) 2428 06 TSV Bad Königshofen 04

FLIP 2026/27 32 Gerassimenko, Kiril (KAZ)2559 Karlsson, Mattias (SWE) 2515 Bertrand, Irvin (FRA) 2488 Aguirre, Marcelo (ITA) 2446 Tamas, Cristian (ROU) 1951 08 SV Werder Bremen Mengel, Steffen (DEU) 2526 Freitas, Marcos (POR) 2496 Stumper, Kay (DEU) 2460 Ionescu, Ovidiu (ROU) 2464 09 Post SV Mühlhausen Duda, Benedikt (DEU) 2572 Ruiz, Romain (FRA) 2523 Rassenfosse, Adrien (BEL)2488 Meissner, Cedric (DEU) 2408 07 TTC Bergneustadt 07 08 09

FLIP 2026/27 33 Calderano, Hugo (PRT) 2666 Franziska, Patrick (DEU) 2579 Robles, Alvaro (ESP) 2493 Ionescu, Eduard (ROU) 2460 10 1. FC Saarbrücken Lind, Anders (DEN) 2597 Geraldo, Joao (PRT) 2551 Verdonschot, Wim (DEU) 2505 Karlsson, Kristian (SWE) 2500 Szudi, Adam (HUN) 2453 Nuytinck, Cedric (BEL) 2446 11 BV Borussia Dortmund Feng, Yi-Hsin (TPE) 2524 Pitchford, Liam (GBR) 2530 Kubik, Maciej (POL) 2420 Allegro, Martin (BEL) 2421 Walker, Samuel (GBR) 2384 12 TTC Zugbrücke Grenzau 12 11 10

FLIP 2026/27 34 Hier spielt die Liga Joachim Deckarm Halle Halbergstraße 66121 Saarbrücken 06898 933026 fcs-tt@tibhar.de 1. FC Saarbrücken Brügmann Sporthalle Brügmannstr. 20 44135 Dortmund 0173 4121144 fadeev75@yahoo.de BV Borussia Dortmund Zugbrückenhalle Grenzau Brexbachstraße 11-17 56203 Höhr-Grenzhausen 02624 105435 info@grenzau.de TTC Zugbrücke Grenzau ARAG-Center-Court Borussia-Düsseldorf-Straße 1 40629 Düsseldorf 0211 99179-12 info@borussia-duesseldorf.com Borussia Düsseldorf Wingert Sporthalle Seulberger Str. 79 61352 Bad Homburg vorstand@ttcoe.de www.ttcoe.de TTC OE Bad Homburg Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle Riedstraße 44 88416 Ochsenhausen 0176 61032804 mp@ttfo.de TTF Liebherr Ochsenhausen Hubtex-Arena Washingtonallee 12 36041 Fulda 0661 242463 frauenholz@stb-frohnapfel.de TTC Fulda-Maberzell Tischtenniszentrum ASC Grünwettersbach Thüringer Straße 11 76228 Karlsruhe-Grünwettersbach 0721 459 66 tt-info@asc-tt.de ASC Grünwettersbach Shakehands-Arena Dreifachturnhalle Dr.-Ernst-Weber-Str. 28 97631 Bad Königshofen 0179 5965382 tischtennis@tsvbadkoenigshofen.de TSV Bad Königshofen Klaus-Dieter-Fischer-Halle Hermine-Berthold-Straße 20 28205 Bremen 0173 2358711 sgreber@gmx.de SV Werder Bremen LOTTO Thüringen Center Court Kristanplatz 10 99974 Mühlhausen 03601 851856 info@post-muehlhausen.de Post SV Mühlhausen Realschule Breiter Weg 8 51702 Bergneustadt 02261 949083 heinz.duda@online.de TTC Bergneustadt

FLIP 2026/27 35 401 km 273 km 180 km 94 km 202 km 225 km 423 km 205 km 136 km 81 km 266 km

FLIP 2025/26 36 Fünf Jahre an der Seitenlinie Fünf Jahre Bundesliga, fünf Jahre Verantwortung – und viele gemeinsame Geschichten. Mit Slobodan „Bobo“ Grujic endet beim TTC Zugbrücke Grenzau eine prägende Zeit auf der Trainerbank. 2021 übernahm Grujic das Amt des Cheftrainers im Brexbachtal. Seither führte er die Mannschaft durch fünf Spielzeiten in einer Liga, in der sich Grenzau Jahr für Jahr gegen wirtschaftlich und sportlich starke Konkurrenz behaupten musste. Es gab souveräne Siege, bittere Niederlagen, schwierige Phasen und immer wieder jene Abende, an denen Mannschaft und Zugbrückenhalle gemeinsam über sich hinauswuchsen. Am Ende stand in jeder seiner fünf Spielzeiten das wichtigste Ergebnis: Grenzau blieb erstklassig. Grujic brachte dabei nicht nur seine große Erfahrung als Spieler und Trainer ein. Er kannte die besonderen Bedingungen eines Traditionsvereins wie Grenzau, arbeitete eng mit den Spielern und dem gesamten sportlichen Umfeld zusammen und stellte sich auch dann vor die Mannschaft, wenn es nicht rund lief. ABSCHIED Danke für die Zeit, Bobo!

Nach der Saison 2025/26 entschied sich der TTC, auf der Position des Cheftrainers einen neuen Impuls zu setzen. Für Bobo Grujic endet damit seine Zeit im Brexbachtal – nicht aber seine Arbeit in der Tischtennis Bundesliga. Er hat das Traineramt beim TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg übernommen. Nach fünf gemeinsamen Jahren bleibt vor allem eines: Dankbarkeit für großes Engagement, viele intensive Momente und den gemeinsamen Weg. Der TTC Zugbrücke Grenzau sagt: Danke, Bobo! Für deinen Einsatz, deine Leidenschaft und fünf Jahre an unserer Seite. Für deinen weiteren sportlichen und persönlichen Weg wünschen wir dir nur das Beste.

Zwei Spieler, zwei Storys, ein großes Dankeschön Mit Patrick Baum und Luka Mladenovic verabschiedet der TTC Zugbrücke Grenzau zwei Spieler, deren Rollen kaum unterschiedlicher sein konnten – die aber beide auf ihre Weise Teil der Mannschaft und der TTC-Familie geworden sind. Patrick „Patti“ Baum kehrte 2021 nach Grenzau zurück und brachte einen Erfahrungsschatz mit, wie ihn nur wenige deutsche Spieler vorweisen können. Jugend-Weltmeister, Vizeeuropameister, Deutscher Meister und langjähriger Nationalspieler: Baum hat auf höchstem Niveau nahezu alles erlebt. In seinen letzten Jahren im Brexbachtal wurde seine Rolle zunehmend die eines erfahrenen Rückhalts. In der vergangenen Saison kam er nur noch dreimal in der Bundesliga zum Einsatz. Sein Wert für die Mannschaft ließ sich daran jedoch nicht allein messen. Wenn er gebraucht wurde, war er da – und stellte seine Erfahrung in den Dienst des Teams. Luka Mladenovic kam 2024 aus Mainz nach Grenzau. Der luxemburgische Nationalspieler brachte mit seinem ungewöhnlichen Spiel viel Energie und seiner offenen Art neue Facetten ins Team. Auch wenn er nicht an jedem Spieltag eingesetzt wurde, war er auf der Bank und innerhalb der Mannschaft stets präsent. Nach zwei Jahren im Brexbachtal führt ihn sein sportlicher Weg nun weiter in die französische Pro A. Der eine war der erfahrene Routinier, der andere ein Spieler mitten in seiner Entwicklung. Beide haben Grenzau auf ihre eigene Art bereichert – am Tisch und daneben. Der TTC Zugbrücke Grenzau bedankt sich bei Patrick Baum und Luka Mladenovic für ihren Einsatz, ihre Verlässlichkeit und die gemeinsame Zeit im Brexbachtal. Für alles, was vor ihnen liegt, wünschen wir beiden sportlich wie persönlich alles Gute. FLIP 2026/27 38

Foto: Andre Jahnke

TEAM 2026

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Die Stimmungsmacher der Liga Die Tischtennis-Bundesliga ist nicht nur innerhalb des Courts Weltklasse, auch auf den Rängen machen nur wenige andere europäische Ligen der höchsten deutschen Spielklasse etwas vor. Höchste Zeit, mal genauer unter die Lupe zu nehmen, welcher Verein das Final Four gewinnt – allerdings nicht auf sportlicher, sondern auf lautstärketechnischer Ebene. Erstes Halbfinale: TTC RS Fulda-Maberzell vs. ASC Grünwettersbach Direkt ein richtiger Kracher zum Auftakt in diesem Contest, so viel steht fest. Fulda steht mit durchschnittlich 767 Zuschauern pro Spiel in der vergangenen Saison (nach Saarbrücken und Düsseldorf) auf dem dritten Platz der reinen Zuschauer- anzahl-Rangliste. Die Heimspiele sind meistens ausverkauft und bieten ein hohes Lautstärkepotenzial, gerade wenn Ruwen Filus wieder einen seiner spektakulären Ballon-Abwehr-Ballwechsel aus dem Hut zaubert. Dem gegenüber steht die „Rote Wand“ aus Grünwettersbach. Egal ob Heim- oder Auswärtsspiel: Rote Schals, laute Tröten und basslastige Stimmen sind dann in jeder Halle der Liga zu hören. Gerade weil die Heimspielstätte, die ASC-Arena, flächenmäßig recht begrenzt ist, entsteht für jeden Gegner eine „Atmosphäre des Schreckens“, in der weit mehr als sportliche Klasse nötig ist, um zu bestehen. Der klare Sieger dieses ersten Halbfinales: ASC Grünwettersbach! Zweites Halbfinale: Post SV Mühlhausen vs. TSV Bad Königshofen Dieses Duell ist deutlich knapper. Alles, was auf Grünwettersbach zutrifft, könnte man so auch auf die Postler aus Mühlhausen übertragen. Die eigene Heimarena, eingebettet in vier rustikal geziegelte Betonwände, wird nicht umsonst als Hexenkessel bezeichnet und besticht durch so enge Abstände, dass Spieler und Fans oft keinen Meter voneinander getrennt sind. „TSV – TSV – TSV“. Wenn diese Laute erklingen, sind die PingPong-Ultras aus Bad Königshofen nicht weit entfernt. Dabei überzeugt der Fanclub der Unterfranken primär durch seine mehrstöckige Heimspielarena, in der das eigene Team von Ober- und Unterrang durch eine hohe dreistellige Anzahl an Fans unterstützt wird. Aus diesem Grund weiß jeder Gegner: Bei einem Auswärtsspiel in der „Shakehands-Arena“ ist höchste Vorsicht geboten. Am Ende für uns der (ganz) knappe Sieger: TSV Bad Königshofen! Finale: ASC Grünwettersbach vs. TSV Bad Königshofen Ein würdiges Finale zweier Vereine, die sich auf den Rängen wirklich nicht viel nehmen. Zu Hause ist der TSV Bad Königshofen etwas stärker, auswärts kann die Rote Wand ihren Charme besser ausspielen. Am Ende ist es eine Gefühlsentscheidung, die auch durch unsere Niederlage gegen sie im letzten Saisonspiel 2025/26 geprägt ist, bei der ihr Auftreten wirklich beeindruckend war – der ASC Grünwettersbach hat die Nase leicht vorn! FLIP 2026/27 42

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FLIP 2026/27 46 Zwischen Liga und Weltrangliste Der Spagat der Grenzauer Profis Zwischen Topspin und Terminal Mehr Turniere, weniger Planungssicherheit Der Kalender der World Table Tennis Tour (WTT) und der International Table Tennis Federation (ITTF) wurde in der Saison 2025/26 erneut deutlich ausgeweitet. Nahezu wöchentlich finden weltweit hochrangige Turniere statt – mit spürbaren Folgen für Spieler und nationale Vereine. Aus Sicht der Spieler Für die Spieler ist der dichte Turnierkalender von WTT und ITTF Fluch und Segen zugleich. Einerseits eröffnen zahlreiche Wettkämpfe die Möglichkeit zu höheren Einnahmen, intensiver Spielpraxis und einem direkten Leistungsvergleich auf internationalem Niveau. Insbesondere die stetig steigenden Preisgelder sind neben den Weltranglistenpunkten für viele ein zentrales Teilnahmekriterium. Andererseits bedeuten mehr Turniere auch eine erhebliche Zunahme des Reiseaufwands sowie von Stress und Leistungsdruck – sowohl physisch als auch mental. Ein großer Teil des Alltags professioneller Tischtennisspieler verlagert sich zunehmend auf Flughäfen und Bahnhöfe. Hinzu kommt der Druck durch verpflichtende Turnierteilnahmen und drohende Sanktionen bei Absagen, was bereits zum Rückzug namhafter Spieler aus den WTT- und ITTF-Ranglisten geführt hat. Aus Sicht der Vereine Auch nationale Vereine stehen vor wachsenden Herausforderungen durch die ausgeweitete WTT-/ ITTF-Tour. Die zunehmende Verdichtung des internationalen Kalenders erschwert eine verlässliche Saisonplanung erheblich. Spieler stehen kurzfristig für nationale Wettbewerbe oft nicht zur Verfügung, da Einsätze bei internationalen Turnieren Vorrang haben oder kurzfristig angesetzt werden. Diese mangelnde Planungssicherheit wird durch häufige Terminänderungen und eine insgesamt hohe Kurzfristigkeit bei der Turnierorganisation zusätzlich verschärft. Für Vereine bedeutet dies nicht nur organisatorische Probleme, sondern auch sportliche Nachteile, da Mannschaftsaufstellungen nur eingeschränkt planbar sind. Gleichzeitig steigt das Risiko einer Überlastung von Spielern, die zwischen internationalen Verpflichtungen und nationalen Ligaspielen pendeln müssen. Fazit Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass der internationale Tischtennis-Kalender an seine Grenzen stößt. Ohne eine bessere Abstimmung und eine verläss- lichere Planung drohen sowohl Spieler als auch Vereine zunehmend unter dem System zu leiden. Eine nachhaltige Balance zwischen sportlichem Anspruch, wirtschaftlichen Interessen und Belastungssteuerung wird daher entscheidend sein.

FLIP 2026/27 47 Der TTC-Podcast: Mehr Stimmen, mehr Nähe Tom Neumann lässt es rauschen „Das Rauschen im Walde“ geht in die nächste Saison – und entwickelt sich dabei ein Stück weiter. Der Podcast des TTC Zugbrücke Grenzau bleibt seinem Namen und seinem Charakter treu, setzt künftig aber noch stärker auf Aktualität und Tempo. Statt einzelner längerer Gespräche mit jeweils einem Gast rückt das Geschehen rund um den TTC noch stärker in den Mittelpunkt. Das Format bekommt damit mehr den Charakter einer kompakten Nachrichtensendung: aktuelle Spiele, Entwicklungen im Team, besondere Ereignisse und Geschichten aus dem Vereinsleben werden aufgegriffen und mit Stimmen aus erster Hand ergänzt. Zu Wort kommen Spieler, Trainer, Verantwortliche aus Vorstand und Management sowie Menschen aus dem Umfeld des TTC. So entsteht ein abwechslungsreicher Mix aus Einordnung, Emotion und unmittelbaren Reaktionen – nah dran an der Mannschaft und an allem, was Grenzau bewegt. Produziert und moderiert wird „Das Rauschen im Walde“ weiterhin von TTC-Pressesprecher Tom Neumann (Studio Fischkopp). Das Ziel bleibt dabei unverändert: den TTC hörbar machen, Einblicke ermöglichen, Hintergründe erzählen – und das besondere Rauschen aus dem Brexbachtal direkt zu den Fans bringen.

Ups & Downs der Saison 2025/26 Wer selbst einmal den Schläger in die Hand genommen hat, weiß, dass im Tischtennis Freud und Leid oft nicht weit auseinanderliegen – das gilt im Amateurbereich genauso wie bei den Profis. Auch für Grenzau war die vergangene Saison häufig ein Wechselbad der Gefühle, geprägt von emotionalen Siegen, die auf bittere Nieder- lagen folgten. Ein kleiner Überblick über die „Ups an Downs“ der Spielzeit 2025/26 soll deshalb das gesamte Spektrum der Tischtennis-Emotionen abbilden.

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Der nächste Schritt Immer wieder sind internationale Turniere das Sprungbrett für heranwachsende Spieler, die noch dabei sind, sich langfristig auf Topniveau zu etablieren. Die Liste an Beispielen ist lang: Tomokazu Harimoto gewann im Alter von nur 14 Jahren sein erstes Profiturnier und steht heute konstant in den Top 5 der Welt. Mima Ito machte sich durch frühe Siege auf der ITTF-Tour einen Namen und schaffte es bis in die Weltspitze. Auch für Deutschlands erfolgreichsten Tischtennisspieler aller Zeiten, Timo Boll, war ein internationales Turnier der Ausgangspunkt einer einzigartigen Karriere: 2002 gewann der ehemalige Düsseldorfer das Europe Top 12 und bezwang in der Folge regelmäßig die chinesische Weltelite. Kein Wunder also, dass auch die Grenzauer Verantwortlichen genau hinschauen, wenn ihre Spieler international im Einsatz sind. In der Saison 2025/26 war es dabei vor allem Spitzenspieler Feng Yi-Hsin, der einen weiteren Meilenstein in seiner Laufbahn erreichte. Der erst 23-jährige Taiwanese, der nun seit viereinhalb Jahren im Brexbachtal aufschlägt, sicherte sich bei der Team-WM 2026 in London mit seinem Nationalteam die Bronzemedaille. Nach dem Erfolg von 2024 war dies bereits die zweite Medaille innerhalb kurzer Zeit für das aufstrebende Team aus Taiwan. Feng trug als Stammspieler maßgeblich zu diesem Erfolg bei und besiegte unter anderem den mehrfachen Europameister Dang Qiu. Das bislang größte Highlight folgte im Mai 2026: Feng gewann beim Feeder-Turnier in Hennebont (Frankreich) seinen ersten Senioren-Einzeltitel auf der WTT-Tour. Auf dem Weg zum Titel setzte er sich gegen mehrere etablierte Bundesliga-Spieler durch und sicherte sich schließlich souverän die Trophäe. In Grenzau hofft man nun, dass dieser Erfolg den nächsten Entwicklungsschritt einleitet – hin zu einer dauerhaften Etablierung in den Top 20 der Welt und möglicherweise zu einer Entwicklung, die Parallelen zu den Karrieren von Harimoto, Ito oder Boll erkennen lässt.

Eine Basis, die immer stär Wer beim TTC Zugbrücke Grenzau nur auf die Bundesliga schaut, sieht längst nicht den ganzen Verein. Unterhalb der großen Bühne wächst im Brexbachtal seit Jahren etwas heran, das für die Zukunft mindestens genauso wichtig ist: eine Amateurabteilung, in der Erwachsene mit viel Leidenschaft ihrem Sport nachgehen – und eine Jugend, die inzwischen sportlich in Regionen vorgestoßen ist, die vor wenigen Jahren noch weit entfernt schienen. Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung des Nachwuchses. In der Saison 2026/27 tritt Grenzau mit drei Jugendmannschaften an – und zwar in den drei höchsten Spielklassen, die für sie möglich sind. Die Jugend 19 I spielt in der Verbandsoberliga, die Jugend 19 II in der Verbandsliga und die Jugend 19 III in der Bezirksliga. Damit ist aus kontinuierlicher Aufbauarbeit inzwischen eine bemerkenswerte sportliche Breite an der Spitze geworden. Dass dieser Weg kein Zufall ist, zeigte bereits die vergangene Saison. Die erste Jugendmannschaft schaffte ungeschla- gen den Sprung in die Verbandsoberliga. Noch größer wurde die Bühne im Frühsommer: Die U15 mit Ben Hilde- brandt, Janosch Zierold, Zeno Hallmann, Marvin Metternich und Marlon Börner sicherte sich zunächst den Titel des Süd- westdeutschen Mannschaftsmeisters. Im entscheidenden Spiel wurde der 1. FC Saarbrücken-TT mit 6:2 bezwungen. Damit durfte Grenzau Ende Juni zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaftennach Bietigheim-Bissingen reisen. Dort traf der TTC auf die sieben besten weiteren U15-Mannschaften Deutschlands. Bei Temperaturen von rund 37 Grad in der Halle blieb zwar der erhoffte Sieg aus und am Ende stand Platz acht – doch allein die Teilnahme war ein außergewöhnlicher Erfolg. Nationalhymne bei der Eröffnungsfeier, Duelle mit Deutschlands stärkstem FLIP 2026/27 52

rker wird Nachwuchs und zwei Tage auf nationaler Bühne: Erfahrungen, die bleiben. Hinter dieser Entwicklung steht ein Trainerteam, das die Nachwuchsarbeit in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt hat. Nadine Deinert und Hannah Siry begleiten die Einsteiger und jüngsten Talente, Thomas Fusch kümmert sich um Mannschaftsspieler und Breitensport. In der Leistungsgruppe arbeiten Paul Koschay und Elizabet „Betty“ Grujic mit den ambitioniertesten Nachwuchsspielerinnen und -spielern. Von den ersten Ballwechseln bis zum leistungsorientierten Training entsteht so ein Weg, auf dem jedes Talent seinen Platz finden kann. Und dieser Weg endet nicht mit der Jugend. Einige Nachwuchsspieler sammeln längst zusätzliche Erfahrung im Erwachsenenbereich. Auch dort ist Grenzau in der neuen Saison breit vertreten: Zwei Mannschaften starten in der Kreisliga, hinzu kommen Teams in der 1., 2. und 3. Kreisklasse. Damit stehen fünf Erwachsenenmannschaften für das, was den Amateurbereich ausmacht: sport- licher Ehrgeiz, regelmäßiges Training – aber ebenso Gemeinschaft und Freude am Tischtennis. Gerade die Verzahnung beider Bereiche ist dabei ein Gewinn. Namen wie Janosch und Emil Zierold, Bence Schrod, Conner Fusch, Henrik Fritsche oder Matteo Gläser finden sich inzwischen nicht nur in den Jugendteams, sondern auch in den Aufstellungen der Erwachsenen wieder. Der Übergang geschieht nicht irgendwann – er findet bereits statt. So wächst in Grenzau hinter der Bundes- liga eine Basis, die immer breiter und gleichzeitig leistungsstärker wird. Und vielleicht ist genau das einer der schönsten Erfolge: Dass junge Spieler heute wieder einen Weg im eigenen Verein vor sich sehen – vom ersten Training bis weit hinein in den Erwachsenenbereich. FLIP 2026/27 53

Düsseldorf uneinholbar vorne Welche Vereine haben die Geschichte des deutschen Tischtennissports besonders geprägt? Souverän angeführt wird die Rangliste der deutschen Meisterschaften von Borussia Düsseldorf mit 34 Titeln. Dahinter folgen der TTC Zugbrücke Grenzau (6), die TTF Liebherr Ochsenhausen (5) und der historische ATSV Saarbrücken (4). Weitere traditionsreiche Klubs wie der TTC Altena oder der TTC Frickenhausen oder natürlich das aktuelle Meisterteam des 1. FC Saarbrücken-Tischtennis (je 2) ergänzen die Liste der erfolgreichsten deutschen Vereine. FLIP 2026/27 54 „Marty Supreme“ schlägt voll ein Das US-amerikanische Comedy-Drama „Marty Supreme“, das Ende 2025 in den Kinos startete und in dem auch die deutsche Tischtennislegende Timo Boll neben Hauptdarsteller Timothée Chalamet einen kleinen Gastauftritt hat, entwickelte sich zu einem bemerkenswerten Kinoerfolg. Im Mittelpunkt steht der ehrgeizige Tischtennisspieler Marty Mauser, der in der New Yorker Tischtennisszene der 1950er-Jahre um Anerkennung und den großen Durchbruch kämpft. Der Film verbindet dabei Sport, Ehrgeiz und persönliche Konflikte und wurde mit rund 192 Millionen US-Dollar weltweitem Einspielergebnis zum bislang erfolgreichsten Kinofilm des Studios A24. Auch bei den Kritikern kam „Marty Supreme“ sehr gut an und erzielte eine hohe Bewertung bei den einschlägigen Filmportalen. Keine Nebensache

Boll thront an der Spitze Einige Spieler der aktuellen Saison 2026/27 können durchaus als TTBL-„Dauerbrenner“ bezeichnet werden: Bastian Steger (Bad Königshofen) ist seit 26 Jahren im deutschen Oberhaus aktiv, Ruwen Filus (Fulda) geht nun in seine 21. Bundesliga-Saison, und auch Steffen Mengel (Mühlhausen) schlägt seit 2007 in der höchsten deutschen Spielklasse auf. Über allen thront jedoch Timo Boll: Der Erbacher, der seine Karriere 2025 offiziell beendete, kommt auf insgesamt 29 Jahre (1996–2025) auf (deutschem) Spitzenniveau. Was für eine Zahl! FLIP 2026/27 55 Ursprünge in Europa Ma Long, Zhang Jike oder Wang Chuqin: Tischtennis wird heute vor allem mit Asien und insbesondere China verbunden. Doch die Wurzeln des Sports liegen in England: In den 1880er-Jahren suchten wohlhabende Briten nach einer Möglichkeit, Tennis auch im Winter drinnen zu spielen. Daraus entwickelten sich erste Varianten des Tischtennisspiels. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts übernahmen asiatische Spieler zunehmend die Vorherrschaft und prägten den Sport mit neuen Techniken, Trainingsmethoden und Materialinnovationen nachhaltig. „Die Power unserer Fans ist für uns ein großer Antrieb“ So denkt nicht nur Sam Walker, von dem diese Aussage stammt, sondern auch unsere anderen Bundes- liga-Profis. Wenn auch du Teil dieser Dynamik sein und unser Team an den Spieltagen vor Ort unterstützen möchtest, sichere dir jetzt ab 75 € deine Dauerkarte für die Saison 2026/27 und verfolge alle elf Heimspiele des TTC Zugbrücke Grenzau live in der Halle. Die Optionen sind dabei vielfältig – sowohl auf der Tribüne als auch direkt an der Bande sind Dauerkarten möglich. Interesse geweckt? Alle Infos dazu erhältst du per E-Mail an info@grenzau.de. Tipp-Ecke mit Anton 1. Wer kommt in die Playoffs? Düsseldorf, Saarbrücken, Dortmund, Fulda 2. Wer gewinnt die Liga? Düsseldorf 3. Wer wird der beste Spieler der Saison? Fan Zhendong 4. Wo landet Grenzau am Ende? Gute mittlere Platzierung, wenn das Team immer vollzählig ist.

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