FLIP 2026/27 58 Das neue Format des deutschen Tischtennispokals hat bei seiner Premiere direkt gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Beim Leapmotor Pokal Grand Opening in der Kia Metropol Arena in Nürnberg wurden erstmals Achtel- und Viertelfinals kompakt an einem Wochenende und an einem Ort ausgetragen. 16 Teams, zwölf K.-o.-Spiele und insgesamt 3500 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für zwei intensive Tage mit viel Spitzensport und echter Turnieratmosphäre. Für den TTC Zugbrücke Grenzau endete das Pokalwochenende allerdings bereits im Achtelfinale. Gegen Borussia Dortmund unterlagen die Westerwälder mit 0:3. Grenzau trat dabei nicht in Bestbesetzung an, hielt gegen den stark besetzten Gegner aber insbesondere in den beiden letzten Einzeln gut dagegen. Zum Auftakt bekam es Samuel Walker mit João Geraldo zu tun. Der Portugiese setzte sich mit 11:8, 11:6 und 11:4 durch. Deutlich enger verlief anschließend die Partie zwischen Maciej Kubik und Anders Lind. Nach zwei verlorenen Sätzen kämpfte sich Kubik mit einem 11:9 im dritten Durchgang zurück und hielt auch den vierten Satz lange offen, ehe Lind mit 11:8 den zweiten Dortmunder Punkt holte. Martin Allegro stand damit gegen Kristian Karlsson bereits unter Zugzwang. Nach einem 7:11 zum Auftakt zeigte der Belgier mit einem starken 11:5 die passende Reaktion. Auch in den folgenden Sätzen blieb die Partie umkämpft, doch Karlsson setzte sich mit 11:8 und 11:9 durch und machte den 3:0-Erfolg perfekt. „Wir wussten, dass es eine sehr schwierige Aufgabe wird, weil wir nicht in Bestbesetzung antreten konnten“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Trotzdem haben wir uns gut verkauft. Maciej und Martin konnten Akzente setzen und hatten ihre Möglichkeiten. Sam ist von der Form her noch nicht dort, wo er selbst gerne sein möchte, aber wir kennen seine Qualität und sind überzeugt, dass er sich steigern wird.“ Für Grenzau war damit früh Schluss, Borussia Dortmund zog dagegen weiter und sicherte sich schließlich gemeinsam mit dem 1. FC Saarbrücken TT, dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und dem SV Werder Bremen eines der vier Tickets für das Liebherr Pokal Final4. Sportlich blieb der TTC in Nürnberg ohne Weiterkommen. Das neue Format selbst aber machte Lust auf mehr: kurze Wege, viele Topspieler, direkte K.-o.-Spannung und eine Atmosphäre, die den Pokal an einem Wochenende ganz besonders in den Mittelpunkt rückte. Pokalpremiere mit besonderer Atmosphäre
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