FLIP 2026/27 22 Anton Stefko Er kennt Grenzau wie kaum ein Zweiter Mehr als vier Jahrzehnte Grenzau lassen sich nicht in einer Funktion zusammenfassen. Anton Stefko war Spitzenspieler, Deutscher Mannschaftsmeister, Chef- trainer und ist heute Co-Trainer des Bundesligateams sowie Leiter der Internationalen Butterfly Tischtennis- schule. Er kennt große Erfolge und schwierige Phasen – und weiß, wie wertvoll Erfahrung gerade dann wird, wenn Spiele auf wenige Ballwechsel zusammenschrumpfen. Auch unter dem neuen Cheftrainer Chen Zhibin bleibt Stefko deshalb ein wichtiger Bestandteil des sportlichen Teams. Anton, du hast in Grenzau schon nahezu jede sportliche Rolle ausgefüllt. Wie hat sich deine Aufgabe über die Jahre verändert? Früher stand natürlich meine eigene Leistung am Tisch im Mittelpunkt. Später ging es als Trainer darum, Verantwortung für eine ganze Mannschaft zu übernehmen. Heute kann ich meine Erfahrung sehr gezielt einbringen. Ich beobachte viel, spreche mit den Spielern und versuche, ihnen bei taktischen oder technischen Fragen zu helfen. Meine Rolle hat sich verändert, aber die Leidenschaft für Grenzau und für den Tischtennissport ist immer gleich geblieben. Mit Chen Zhibin übernimmt ein alter Weggefährte das Amt des Cheftrainers. Was kann eure Zusammenarbeit auszeichnen? Chen und ich kennen uns seit vielen Jahren und schätzen uns gegenseitig. Er bringt sehr viel Energie, klare Vor- stellungen und große internationale Erfahrung mit. Ich kenne wiederum den Verein, die Bundesliga und die besonderen Abläufe in Grenzau sehr genau. Entscheidend wird sein, dass wir uns gut ergänzen und offen austau- schen. Am Ende geht es nicht darum, wer eine Idee hatte, sondern darum, gemeinsam die beste Lösung für die Spieler und die Mannschaft zu finden. Du arbeitest mit Bundesligaprofis, aber auch mit Gästen der Tischtennisschule. Was reizt dich bis heute an dieser Kombination? Jeder Spieler ist anders – unabhängig davon, ob er Profi oder Hobbyspieler ist. Genau das macht die Arbeit interessant. Man muss zuhören, genau hinschauen und herausfinden, welcher Hinweis einem Menschen wirklich hilft. Bei den Profis entscheiden oft kleine taktische Details. In der Tischtennisschule geht es häufig darum, Freude zu vermitteln und Fortschritte sichtbar zu machen. Beides verbindet dieselbe Idee: Menschen für Tischtennis zu begeistern und sie ein Stück besser zu machen.
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