TTC Grenzau - Saisonmagazin 2026/2027

Die Stimmungsmacher der Liga Die Tischtennis-Bundesliga ist nicht nur innerhalb des Courts Weltklasse, auch auf den Rängen machen nur wenige andere europäische Ligen der höchsten deutschen Spielklasse etwas vor. Höchste Zeit, mal genauer unter die Lupe zu nehmen, welcher Verein das Final Four gewinnt – allerdings nicht auf sportlicher, sondern auf lautstärketechnischer Ebene. Erstes Halbfinale: TTC RS Fulda-Maberzell vs. ASC Grünwettersbach Direkt ein richtiger Kracher zum Auftakt in diesem Contest, so viel steht fest. Fulda steht mit durchschnittlich 767 Zuschauern pro Spiel in der vergangenen Saison (nach Saarbrücken und Düsseldorf) auf dem dritten Platz der reinen Zuschauer- anzahl-Rangliste. Die Heimspiele sind meistens ausverkauft und bieten ein hohes Lautstärkepotenzial, gerade wenn Ruwen Filus wieder einen seiner spektakulären Ballon-Abwehr-Ballwechsel aus dem Hut zaubert. Dem gegenüber steht die „Rote Wand“ aus Grünwettersbach. Egal ob Heim- oder Auswärtsspiel: Rote Schals, laute Tröten und basslastige Stimmen sind dann in jeder Halle der Liga zu hören. Gerade weil die Heimspielstätte, die ASC-Arena, flächenmäßig recht begrenzt ist, entsteht für jeden Gegner eine „Atmosphäre des Schreckens“, in der weit mehr als sportliche Klasse nötig ist, um zu bestehen. Der klare Sieger dieses ersten Halbfinales: ASC Grünwettersbach! Zweites Halbfinale: Post SV Mühlhausen vs. TSV Bad Königshofen Dieses Duell ist deutlich knapper. Alles, was auf Grünwettersbach zutrifft, könnte man so auch auf die Postler aus Mühlhausen übertragen. Die eigene Heimarena, eingebettet in vier rustikal geziegelte Betonwände, wird nicht umsonst als Hexenkessel bezeichnet und besticht durch so enge Abstände, dass Spieler und Fans oft keinen Meter voneinander getrennt sind. „TSV – TSV – TSV“. Wenn diese Laute erklingen, sind die PingPong-Ultras aus Bad Königshofen nicht weit entfernt. Dabei überzeugt der Fanclub der Unterfranken primär durch seine mehrstöckige Heimspielarena, in der das eigene Team von Ober- und Unterrang durch eine hohe dreistellige Anzahl an Fans unterstützt wird. Aus diesem Grund weiß jeder Gegner: Bei einem Auswärtsspiel in der „Shakehands-Arena“ ist höchste Vorsicht geboten. Am Ende für uns der (ganz) knappe Sieger: TSV Bad Königshofen! Finale: ASC Grünwettersbach vs. TSV Bad Königshofen Ein würdiges Finale zweier Vereine, die sich auf den Rängen wirklich nicht viel nehmen. Zu Hause ist der TSV Bad Königshofen etwas stärker, auswärts kann die Rote Wand ihren Charme besser ausspielen. Am Ende ist es eine Gefühlsentscheidung, die auch durch unsere Niederlage gegen sie im letzten Saisonspiel 2025/26 geprägt ist, bei der ihr Auftreten wirklich beeindruckend war – der ASC Grünwettersbach hat die Nase leicht vorn! FLIP 2026/27 42

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