Starker Mladenovic führt Grenzau zum Sieg gegen Fulda
Was für ein Jahresabschluss in der Grenzauer Zugbrückenhalle: Vor vollbesetzten Rängen schlägt der TTC Zugbrücke Grenzau den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 3:2. Unter dem Jubel der mehr als 500 Zuschauern mauserte sich Luka Mladenovic mit seinem überragenden Einzelsieg gegen Dimitrij Ovtcharov und einem Doppelsieg an der Seite von Martin Allegro zum Matchwinner - der TTC feierte einen hochverdienten Heimsieg.
Fanbo Meng hat einen Angstgegner in den Reihen des TTC - aber der heißt Luka Mladenovic, und nicht Feng Yi-Hsin. Und so durfte sich die Nummer zwei der Gäste ganz ohne Druck gegen Grenzaus Spitzenspieler ausprobieren. Und Meng tat dies über weite Strecken sehr gut, auch, weil Feng nur schwer zu seinem Spiel fand. Mit 11:7 ging der erste Satz an Fulda, mit 11:8 der zweite an Grenzau. Wer dachte, dass Feng nun im Rhythmus sei, der wurde mit einem schnellen 0:5-Rückstand eines besseren belehrt. Wieder gingen die Gäste nach Sätzen in Führung (11:8), wieder glichen die Gastgeber aus (11:8). Feng und Meng machten es maximal spannend, standen sich bei Satzausgleich und 9:9 im entscheidenden Durchgang gegenüber, den der Grenzauer dann mit starken Nerven nach Hause brachte (11:9). Die umjubelte Grenzauer Führung vor 500 Zuschauern in der vollbesetzten Zugbrückenhalle.
Das zweite Einzel war lediglich in der Schlussphase des dritten Satzes richtig packend. Zuvor hatte Maciej Kubik den ersten Satz gegen Ruwen Filus mit 5:11 verloren. Im zweiten Durchgang konnte er aus einer 4:0- und einer 8:5-Führung kein Kapital schlagen, zog mit 9:11 den Kürzeren. Im dritten Satz kämpfte sich Kubik von einem 5:9-Rückstand noch einmal zurück ins Spiel, vergab in der Folge jedoch vier Satzbälle. Auf der Gegenseite nutzte Filus seinen ersten Matchball zum 15:13 und glich für Fulda aus.
Für die größte Überraschung sorgte anschließend Luka Mladenovic, der in seinem Einzel gegen Dimitrij Ovtcharov der klare Außenseiter war - aber keinen Satz abgab. Ovtcharov hatte gegen das Spielsystem des Luxemburgers sichtbare Probleme, verlor den ersten Durchgang klar mit 5:11. Bei 5:0-Führung zu Beginn des zweiten Satzes war eigentlich zu erwarten, dass Fuldas Spitzenspieler nun in die Partie findet - doch Mladenovic hatte einen anderen Plan. Beim Stand von 10:9 vergab der Grenzauer seinen ersten Satzball, musste beim Stand von 10:11 dann einen solchen gegen sich abwehren, bevor er Durchgang zwei mit 13:11 für sich entschied. Und auch im ausgeglichenen dritten Satz behielt Mladenovic am Ende die Oberhand (11:9) und brachte Grenzau erneut in Führung. Der Luxemburger ließ sich anschließend zurecht von den Fans in der Zugbrückenhalle feiern.
Im Duell der beiden Einser war es nun die Aufgabe von Feng Yi-Hsin gegen Abwehr-Ass Ruwen Filus den Heimsieg perfekt zu machen. Und der Taiwanese startete mit 11:3 und 11:5 souverän in die Partie. Nach deutlichem Rückstand in Satz drei (1:5, 5:10) kam Feng zwar noch einmal heran, Filus aber rettete sich knapp ins Ziel (11:9). Und als der Fuldaer auch den vierten Satz knapp für sich entscheiden konnte (12:10), kippte die Partie. Filus behielt das Momentum fest in der Hand, Feng fand nicht mehr zu seinem Spiel und musste sich mit 5:11 geschlagen geben. Das finale Doppel musste entscheiden.
Hier trafen Luka Mladenovic und Martin Allegro auf die zuvor sieglosen Dimitrij Ovtcharov und Fanbo Meng - die definitiv noch etwas gut machen wollten. Allerdings gaben sie trotz Satzball den ersten Durchgang an die Gastgeber ab (11:13). Und auch im zweiten Satz behielten die Grenzauer die Nerven. Zunächst vergaben sie beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle, um den Durchgang weniger später dann ebenfalls in der Verlängerung zu gewinnen (12:10). Damit war die Vorentscheidung gefallen - Ovtcharov und Meng fanden kein Mittel mehr gegen das Grenzauer Duo, dass sich mit 11:6 durchsetzte, den Heimsieg perfekt machte und damit die Halle stimmungstechnisch endgültig „anzündete“.
„Eine sehr starke Leistung der Mannschaft“, freute sich TTC-Cheftrainer Slobodan Grujic. „Feng hat gegen Filus auch sehr gut gespielt, aber Filus ist einfach immer besser geworden. Dieses Doppel haben wir die Woche über trainiert und hatten den Eindruck, das ist zwar neu, aber das können wir so mal probieren. Schön, dass die Mannschaft sich mit dem Sieg belohnt hat und Luka heute so stark gespielt hat. Es war sein erstes Duell mit Ovtcharov und er hat das wirklich super gelöst.“
TTC Zugbrücke Grenzau - TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2
Feng Yi-Hsin - Fanbo Meng 7:11, 11:8, 8:11, 11:8, 11:9
Maciej Kubik - Ruwen Filus 5:11, 9:11, 13:15
Luka Mladenovic - Dimitrij Ovtcharov 11:5, 13:11, 11:9
Feng Yi-Hsin - Ruwen Filus 11:3, 11:5, 9:11, 10:12, 5:11
Mladenovic/Martin Allegro - Ovtcharov/Meng 13:11, 12:10, 11:6
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil














