09.02.2025
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Ganz starkes Comeback trotz Niederlage: Grenzau überrascht in Saarbrücken

Nach zwei Einzeln war die Messe eigentlich gelesen: Als der 1. FC Saarbrücken im Heimspiel gegen den TTC Zugbrücke Grenzau schnell mit 2:0 führte, da rechneten alle eigentlich mit einem kurzen Nachmittag. Doch dann kam es irgendwie anders. Und obwohl die Westerwälder sich am Ende im Doppel mit 2:3 geschlagen geben mussten, war das einmal mehr ein Auftritt der Mut machen darf für die nächsten Aufgaben.

Die Partie begann mit einem Favoritensieg: Patrick Franziska ist in der Form, in der er gegen Samuel Walker aufspielte, nur sehr schwer zu schlagen. Der deutsche Nationalspieler setzte sich klar mit 11:2, 11:8 und 11:3 durch. Soweit lief es noch nach Plan. Doch der bekam eine erste Abweichung, als sich Cedric Meissner im zweiten Einzel gegen Feng Yi-Hsin durchsetzte. Natürlich ist das eine Partie, die beide Akteure gewinnen können, den Grenzauer hätte man aber dennoch in der Favoritenrolle sehen können. Doch der konnte sich beim 10:12, 7:11, 12:10 und 6:11 aus seiner Sicht nur in Durchgang zwei durchsetzen.

Damit waren die weichen zum klaren Heimsieg gestellt für die Saarländer, denn auch im Duell der beiden Dreier gab es einen klaren Favoriten: Darko Jorgic. Und das bei aller Wertschätzung für Luka Mladenovic, der immer für ein sportliches Ausrufezeichen gut ist. Und genau ein solches sendete er mit einem Drei-Satz-Sieg (11:7, 11:5, 11:5) gegen Jorgic. Da ging den Grenzauern schon mal ein „Wahnsinn“ über die Lippen.

Und für ein paar mehr Superlative war auch noch Platz. Denn Feng -Yi-Hsin, im ersten Einzel noch ziemlich neben der Spur, und Patrick Franziska, im ersten Einzel die Souveränität in Person, lieferten sich ein packendes Match über fünf Sätze. Zum Erstaunen aller tatsächlich mit dem besseren Ende für Feng (11:5, 5:11, 11:8, 6:11, 11:8). „Krass“ war eine der nächsten Vokabeln aus der Grenzauer Kurve. Auf der Anzeigentafel stand plötzlich ein 2:2, das Schlussdoppel musste entscheiden.

Und hier hatten Samuel Walker und Luka Mladenovic einfach nicht das Quäntchen Glück, das es in einer solchen Situation braucht. Wenn du im Tabellenkeller stehst, dann verlierst du in einem solche wichtigen Doppel nun Mal leider die ersten beiden Sätze mit 14:16 und 10:12, anstatt wenigstens einen Durchgang nach Hause zu holen. Der dritte Durchgang war dann mit 11:6 nur noch Formsache, Saarbrücken brachte den Sieg knapp, aber nicht unverdient ins Ziel.

„Es ist so bitter, am Ende wieder so knapp zu verlieren“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Das Zwischenfazit nach zwei Einzeln war noch sehr ernüchternd. Schade und ärgerlich, dass wir im Doppel den ersten Satz nicht nach Hause bringen. Dann wäre es vielleicht anders gelaufen. Am Ende war Cedric Meissner heute der Matchwinner für Saarbrücken. Das Spiel zeigt einmal mehr, wie eng alles ist in der Liga, aber auch, was eigentlich möglich ist.“ Zumal Grenzau erneut nicht in Bestbesetzung antreten konnte, erneut fehlte der verletzte Maciej Kubik.

1. FC Saarbrücken TT – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2 
Patrick Franziska - Samuel Walker 3:0 (11:2, 11:8, 11:3)
Cedric Meissner - Yi-Hsin Feng 3:1 (12:10, 11:7, 10:12, 11:6)
Darko Jorgic - Luka Mladenovic 0:3 (7:11, 5:11, 5:11)
Patrick Franziska - Yi-Hsin Feng 2:3 (5:11, 11:5, 8:11, 11:6, 8:11)
Cedric Meissner / Eduard Ionescu - Samuel Walker / Luka Mladenovic 3:0 (16:14, 12:10, 11:6)

Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil

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