13.01.2023
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Ersatzgeschwächt in Ochsenhausen: Grenzau verliert deutlich

Es ist derzeit wie verhext für den TTC Zugbrücke Grenzau: Wann immer sich kleine Möglichkeiten auftun, einen personell nicht in Bestbesetzung auflaufenden Gegner vielleicht ärgern zu können, müssen die Westerwälder selbst auf wichtige Stammspieler verzichten. So wie bei der 0:3-Niederlage bei den TTF Liebherr Ochsenhausen, bei der Grenzau am Ende ohne Einzelsieg blieb und sich klar geschlagen geben musste.

Weil Feng Yi-Hsin derzeit international gefordert ist und Maciej Kubik krankheitsbedingt pausieren muss, komplettierten neben Patrick Baum Sam Walker und Nils Hohmeier den Kader des Bundesligisten. Und für den Engländer Walker ging es auch gleich im ersten Einzel an den Tisch. Allerdings konnte er einen fokussiert auftretenden Can Akkuzu an diesem Tag nicht in Bedrängnis bringen. Ochsenhausens nominelle Nummer eins setzte sich unbedrängt in drei Sätzen durch (11:7, 11:5, 11:4) und brachte die Gastgeber in Führung.

Große Hoffnungen auf einen Einzelsieg setzte der TTC im zweiten Spiel des Freitagabends auf Patrick Baum, der es mit Samuel Kulczycki zu tun bekam. Kein Satz wurde mit mehr als zwei Punkten Unterschied gewonnen, die Partie entwickelte sich zu einer echten Achterbahn. Der junge Pole gewann die Sätze eins und drei jeweils mit 11:9, Baum holte sich die Durchgänge zwei und vier mit 11:9 und 13:11. Dabei wehrte der Routinier im vierten Satz einen Matchball ab. Das Momentum aber wechselte immer wieder hin und her. Im knappen fünften Satz hatte Baum sogar einen Matchball, musste sich am Ende aber mit 11:13 geschlagen geben. Der vorentscheidende Punktgewinn für Ochsenhausen.

Denn im dritten und entscheidenden Einzel zeigte Nils Hohmeier eine gewohnt engagierte Leistung, konnte seinem Gegenüber Alvaro Robles aber lediglich im dritten Satz das Leben spürbar schwer machen. Robles setzte sich am Ende aber dennoch in drei Sätzen durch (11:6, 11:2, 11:9). Damit war der ungefährdete Heimsieg für Ochsenhausen perfekt.

 „Natürlich sind wir heute mit der Aufstellung als klarer Außenseiter in das Spiel gegangen“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Trotzdem hat man natürlich immer die Hoffnung, dass es eine Überraschung geben kann oder das wir zumindest ein oder zwei Einzel gewinnen können. Schade, dass es dazu am Ende nicht gereicht hat.“

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0

Can Akkuzu – Samuel Walker 3:0 (11:7, 11:5, 11:4)
Samuel Kulczycki – Patrick Baum 3:2 (11:9, 9:11, 11:9, 11:13, 13:11)
Alvaro Robles – Nils Hohmeier 3:0 (11:6, 11:2, 11:9)

Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil

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