Grenzaus großer Kampf wird erneut nicht belohht
Der TTC Zugbrücke Grenzau wartet weiter auf das nächste Erfolgserlebnis in der Tischtennis-Bundesliga, bot seinem Kontrahenten aber erneut einen großen Kampf: Das Heimspiel gegen den Play-off-Kandidaten TSV Bad Königshofen ging nur knapp mit 2:3 im Doppel verloren. Die Chance auf zwei Punkte war da, aber die Gastgeber konnten sie nicht nutzen. Unter dem Strich bleibt aber ein erneut engagierter und couragierter Auftritt der Mannschaft von TTC-Cheftrainer Slobodan Grujic.
Gleich im ersten Einzel des Tages musste Grenzaus Nummer eins hart kämpfen, um sich in fünf Sätzen gegen Feilip Zeljko durchzusetzen. Doch Feng Yi-Hsin behielt auch in kritischen Spielsituationen die Ruhe und die Oberhand, steckte den zweimaligen Satzausgleich gut weg. Nach 12:10, 8:11, 11:7 und 9:11 musste der fünfte Durchgang entscheiden, der mit 11:8 an den Asiaten ging. Die wichtige 1:0-Führung für die Gastgeber, die das Hinspiel knapp gewonnen hatten.
Im zweiten Einzel erwischte Samuel Walker mit 13:11 den besseren Start und lag auch in der Schlussphase des zweiten Satzes knapp vorne, doch dann setzte sich Bastian Steger noch zum Satzausgleich mit 11:9 durch. Damit war die Partie gedreht, der Routinier holte gegen Grenzaus Engländer auch die Durchgänge drei und vier (11:7, 11:9) und glich für den TSV aus.
Auch im dritten Einzel des Tages ging der erste Satz an den TTC: Luka Mladenovic knüpfte an die starke Leistung in der Vorwoche bei seinem Sieg gegen Darko Jorgic an und ging gegen Jin Ueda mit 11:8 in Führung. Doch auch hier schlug das Pendel nach einem hart umkämpften, aber mit 10:12 verlorenen Satz zugunsten der Gäste aus. Ueda ließ danach nichts mehr anbrennen (11:7, 11:9) und brachte Bad Königshofen in Führung.
Das Duell der beiden Einser sollte Grenzau dann aber doch noch ins Schlussdoppel bringen. Denn Feng Yi-Hsin fand nach verlorenem ersten Satz (6:11) gegen Bastian Steger immer besser ins Spiel. Und auch hier sollte sich das Muster der beiden vorangegangenen Einzel wiederholen: Wer den ersten Satz gewinnt, der verliert das Spiel. Feng drehte die Partie mit 11:9, 11:8 und 11:3, der TTC stand im entscheidenden Doppel.
Und auch hier hatte Grenzau Chancen, die man aber in Summe zu wenig nutzen konnte. Nachdem Walker und Mladenovic den ersten Satz gegen den Neu-Grenzauer Martin Allegro und Ueda mit 3:11 verloren hatten, holten sie sich Durchgang zwei mit 11:9. Die Partie schien wieder offen, und war vor allem im vierten Satz auch noch einmal hart umkämpft, am Ende aber setzte sich Bad Königshofen in vier Sätzen durch (11:6, 12:10).
„Sehr schade, mal wieder ein knappes 2:3“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Das war ein gutes Spiel unserer Mannscnhaft, aber am Ende haben wir es leider wieder verloren. Es fehlen immer mal wieder die entscheidenden zwei, drei Bälle - und dann geht ein Einzel oder ein Spiel verloren. Schade, aber es läuft leider so wie es ist derzeit.“
TTC Zugbrücke Grenzau - TSV Bad Königshofen 2:3
Feng Yi-Hsin - Filip Zeljko 12:10, 8:11, 11:7, 9:11, 11:8
Samuel Walker - Bastian Steger 13:11, 9:11, 7:11, 6:11
Luka Mladenovic - Jin Ueda 11:8, 10:12, 7:11, 9:11
Feng Yi-Hsin - Bastian Steger 6:11, 11:9, 11:8, 11:3
Walker / Mladenovic - Martin Alegro / Ueda 3:11, 11:9, 6:11, 10:12
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil














