Grenzau will in Mühlhausen erneut Punkte holen
„Wenn-Dann“-Formulierungen sind im Sport immer dann beliebt, wenn das Ergebnis eines Spiels dazu führt, dass rein rechnerisch Klarheit herrscht. Ein solches Spiel wird der Auftritt des TTC Zugbrücke Grenzau am 1. März (17.30 Uhr) beim Post SV Mühlhausen noch nicht sein, und doch lässt sich sagen: Wenn die Westerwälder im Duell der beiden Tabellennachbarn nicht punkten, dann wird es schwierig werden, bis zum Saisonende den letzten Tabellenplatz in der Tischtennis-Bundesliga noch abzugeben. Auch wenn das rechnerisch nach wie vor möglich ist.
„Wir freuen uns auf dieses Spiel“, sagt TTC-Manager Markus Ströher. „Wir haben die Chance, dort ein wichtiges Signal zu senden und den Kampf noch einmal spannend zu machen. Und auch wenn uns die vergangenen Wochen personell ziemlich gebeutelt haben und wir nun schon viel zu lange verletzungsbedingt auf Maciej Kubik verzichten müssen, so hat die Mannschaft dennoch gezeigt, dass da viel Potenzial in ihr steckt. Wir wollen das auch in Mühlhausen wieder an den Tisch bringen und uns dieses Mal mit einem Sieg belohnen. Auch wenn das fraglos sehr schwer werden wird.“
Gute Erinnerungen haben die Grenzauer an die Vorsaison, in der man in Mühlhausen gewinnen konnte. Und jeder, der die tolle Atmosphäre in Mühlhausen kennt, der weiß, dass das alles andere als einfach ist. Der SV hat in der Hinrunde jedoch auch in Grenzau gewinnen können, wenn auch nur knapp mit 3:2. Steffen Mengel und Irvin Bertrand schlugen Luka Mladenovic und Maciej Kubik. Für Grenzau punktete Feng Yi-Hsin doppelt gegen Ovidiu Ionescu und Mengel. Das finale Doppel verloren Patrick Baum und Maciej Kubik gegen Ionescu und Bertrand in vier Sätzen.
Der TTC steht derzeit auf dem letzten Platz in der Tischtennis-Bundesliga (6:28 Punkte) - ob es einen Aufsteiger aus der 2. Bundesliga geben wird und damit auch einen oder zwei Absteiger aus der TTBL, das wird erst nach dem Lizenzierungsverfahren feststehen. Davon unabhängig will Grenzau aber alles daran setzen, sich noch aus dem Tabellenkeller zu spielen. Dafür wären ein Sieg beim Vorletzten (10:24) immens wertvoll.
Erfolgreichster SV-Akteur in der Spielerrangliste der Bundesliga ist derzeit Ovidiu Ionescu mit einer Bilanz von 7:8. Steffen Mengel hat bisher die meisten Einzelpunkte gesammelt (10:12). Irvin Bertrand (3:10) und Daniel Habesohn (2:9) sind sicherlich stärker einzuschätzen als es ihre bisherige Bilanz hergibt. Kurzum: Der TTC steht vor einer kniffligen Aufgabe, die aber sicherlich nicht unlösbar ist - wenn alle Grenzauer ihr Potenzial abrufen.
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil














