12.12.2022
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Grenzau kann Ochsenhausen kein Paroli bieten

Der TTC Zugbrücke Grenzau verliert das Heimspiel gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen mit 0:3. Die Westerwälder kamen gegen den Play-off-Kandidaten kaum ins Spiel, lediglich Patrick Baum „schnupperte“ an einem Einzelsieg.

Ohne Simon Gauzy, Kanak Jha und Alvaro Robles trat der favorisierte Tabellenvierte aus Ochsenhausen in der Zugbrückenhalle an. „Natürlich hatten wir gehofft, dass bei dieser Aufstellung vielleicht etwas gehen könnte für uns“, sagte TTC-Manager Markus Ströher, der nach dem Spiel jedoch klare Worte fand: „Einen solchen Abend willst du nicht wirklich erleben, weder als Spieler, noch als Trainer oder Zuschauer.“ 

Der Abend begann mit dem Duell zweier Trainingspartner: Maciej Kubik, beim TTC an Position eins aufgestellt, traf auf seinen polnischen Landsmann Samuel Kulczycki. Kubik, der am Sonntagabend von der U19-Weltmeisterschaft in Tunesien angereist war, bekam nur selten sein Spiel durch, konnte lediglich den zweiten Satz mit 13:11 gewonnen. Die anderen Sätze gingen mit 11:8, 11:2 und 11:6 an Ochsenhausens Nummer zwei - das brachte die TTF mit 1:0 in Führung.

Im zweiten Match gab es den Vergleich zweier asiatischer Spieler: Der Taiwanese Feng Yi-Hsin traf auf den Japaner Shunsuke Togami. Feng, der gar erst am Spieltag morgens von der U19-WM in den Westerwald angereist war, wirkte müde und zeigte eines seiner schwächsten Spiele im TTC-Dress. Gegen einen gleichwohl natürlich nicht zu unterschätzenden Togami fand Feng beim 8:11, 4:11 und 4:11 keinen Zugriff auf den Gegner. „Feng war einfach schwach heute“, bilanzierte Ströher.

Und so lag es an Patrick Baum, den TTC im Spiel zu halten. Der Routinier bekam es mit dem Franzosen Can Akkuzu zu tun, der zunächst mit 13:11 den ersten Satz holte. Weil Baum aber konstant weiter auf sehr gutem Niveau spielte, drehte der Grenzauer zunächst mit 11:8 und 11:8 das Match. Doch Akkuzu war in der Lage, noch einmal zurückzuschlagen - erst zum Satzausgleich (11:6), dann auch zum Sieg (11:9). Damit war der klare 3:0-Erfolg von Ochsenhausen in Grenzau perfekt.

„Schade, dass es am Ende so deutlich war“, sagte Ströher. „Nicht nur wegen des Spielverhältnisses in der Tabelle. Die Zuschauer hätten sicherlich auch gerne das Duell zwischen Kubik und Togami gesehen. Am Ende aber hat es für uns heute nicht gereicht, auch wenn bei Ochsenhausen starke Spieler gefehlt haben. Aber es nutzt nichts. Für uns muss der Blick nach vorne gehen. Wir müssen in anderen Spielen und gegen andere Gegner unsere Punkte holen.“ 

TTC Zugbrücke Grenzau - TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3

Maciej Kubik - Samuel Kulczycki 8:11, 13:11, 2:11, 6:11
Feng Yi-Hsin - Shunsuke Togami 8:11, 4:11, 4:11
Patrick Baum - Can Akkuzu 11:13, 11:8, 11:8, 6:11, 9:11

Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil

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