Grenzau zeigt bei Niederlage in Fulda gute Leistung
Der TTC Zugbrücke Grenzau hat sich bei der 1:3-Niederlage in der Tischtennis-Bundesliga beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gut verkauft und schnupperte zumindest an einem finalen Doppel. Doch dann setzten sich die Gastgeber doch noch in vier Einzeln durch.
Zum Auftakt hatte Patrick Baum gleich eine schwere Aufgabe zu lösen, denn nach den ersten beiden Sätzen lag er gegen Ruwen Filus bereits mit 0:2 zurück (7:11, 11:13). Doch der Grenzauer Routinier unterstrich einmal mehr, wie wichtig er für die Westerwälder ist: Mit 11:7 und 11:4 glich er nach Sätzen aus, mit einem 11:9 im fünften Satz brachte er den TTC in Führung. Ein ganz wichtiger Punktgewinn für Grenzau.
Und auch im zweiten Einzel roch es lange nach einem solchen: Wu Jiaji gewann gegen Fan Bo Meng den ersten Satz mit 11:9 und lag im zweiten Durchgang bereits mit 5:1 vorne. Doch dann, nach einem „riesen Ballwechsel“ (TTC-Manager Markus Ströher) mit besserem Ausgang für die Gastgeber, kam Meng zurück ins Spiel und holte sich den Satz mit 11:8. Als Fuldas Nummer zwei anschließend sogar in Führung ging (12:10), konnte Wu noch einmal antworten und ausgleichen (11:5). Doch im letzten Durchgang gelang nach zwischenzeitlicher 3:1-Führung nichts mehr. Fan Bo Meng machte zehn Punkte in Serie und glich zum 1:1 aus.
„Sehr schade“, sagte Markus Ströher. „Da war unsere riesen Chance auf das 2:0, womit wir uns schon mal das finale Doppel gesichert hätten.“ Darauf hatte der TTC bei der Aufstellung ein wenig spekuliert, sich mit dem Duo Patrick Baum und Cristian Pletea zumindest Außenseiterchancen ausgerechnet. Doch nun galt es erst einmal, in dieses erhoffte Doppel zu kommen.
Dafür hätte zum einen Cristian Pletea sorgen können, allerdings verlor er sein Einzel an Position drei gegen den starken Franzosen Alexandre Cassin mit 0:3 (8:11, 11:13, 4:11). Besonders in den ersten beiden Sätzen war die Partie sehr ausgeglichen, Cassin hatte in den entscheidenden Phasen aber stets die bessere Idee und auch mehr Tempo zu bieten. „Cristian hat sehr gut angefangen, Cassin war aber auch unfassbar gut“, machte Ströher dem jungen Rumänen keinen Vorwurf.
Die Partie entschieden wurde dann bereits im vierten Einzel: Die Gastgeber wechselten Quadri Aruna ein, der das Spiel gegen Wu Jiaji nie ernsthaft aus der Hand gab. Zwar war der Grenzauer in allen Sätzen immer mit bei der Musik dabei, aber Aruna tat stets das, was nötig war, um sich am Ende mit 11:8, 11:8 und 14:12 durchzusetzen.
„Ja, wir haben wieder an einer Überraschung geschnuppert. Aber nein, es hat leider nicht gereicht. Das war nach dem zwischenzeitlichen 1:1 zu befürchten“, sagte Ströher. „Wir nehmen dennoch viele gute Ansätze mit, auch wenn es am Ende wieder eine Niederlage war. Aber wir schauen mit einem guten Gefühl nach vorne.“
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - TTC Zugbrücke Grenzau
Ruwen Filus - Patrick Baum 11:7, 13:11, 7:11, 4:11, 9:11
Fan Bo Meng - Wu Jiaji 9:11, 11:8, 12:10, 5:11, 11:3
Alexandre Cassin - Cristian Pletea 11:8, 13:11, 11:4
Quadri Aruna - Wu Jiaji 11:8, 11:8, 14:12
Redaktion: Tom Neumann
Foto:Wolfgang Heil














