Nach 0:2-Rückstand: Grenzau gewinnt in Fulda-Maberzell
Das Momentum vom wichtigen Sieg am Freitagabend mitgenommen, allerdings auch von einem verletzungsbedingten Ausfall profitiert: Angeführt vom zweifach punktenden Aleksandar Karakasevic gewinnt der TTC Zugbrücke Grenzau in der Tischtennis-Bundesliga beim TTC RhönSprudel Fulda Maberzell mit 3:2. Zwischenzeitlich hatten die Westerwälder bereits mit 0:2 zurückgelegen. Entschieden wurde die Partie von einem unfassbar spektakulären Ballwechsel im Schlussdoppel.
Im ersten Einzel des Tages erwischte Cristian Pletea einen sehr guten Start gegen Quadri Aruna, gewann den ersten Durchgang mit 11:8. „Danach hat Aruna sein Spiel umgestellt und Cristian hat sich schwerer getan“, sagte Cheftrainer Colin Heow. Fuldas Nummer eins holte die Sätze zwei und drei mit 11:7 und 11:5, Grenzaus Nummer zwei glich mit einem 11:6 aus. Im letzten Durchgang verletzte sich Aruna beim Stand von 5:2, nahm einen medizinischen Timeout, brachte den Satz anschließend dennoch mit 11:6 nach Hause und besorgte die Führung für die Gastgeber.
Im zweiten Spiel gab es das Duell von Abwehrspezialist Ruwen Filus gegen Ioannis Sgouropoulos. „Am Ende haben hier aber vor allem die sehr guten Angriffsbälle von Filus das Spiel entschieden“, so Manager Markus Ströher. Sgouropoulos konnte lediglich den zweiten Satz in der Verlängerung für sich entscheiden (12:10), verlor die anderen Durchgänge mit 7:11, 12:14 und 6:11. „Ioannis hat sehr gut mitgespielt“, fand Heow. „Das Spiel kann er durchaus auch gewinnen. Aber es hat am Ende leider nicht gereicht.“
Beim Stand von 0:2 an den Tisch zu gehen ist selten eine dankbare Aufgabe, doch Aleksandar Karakasevic nahm die Herausforderung an und brachte die Westerwälder zurück ins Spiel. Den ersten Satz gab er gegen Fan Bo Meng noch ab (8:11), danach setzt sich der Routinier mit 11:9, 11:6 und 11:9 durch. „Kara hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, analysierte Heow. „Er hat sein Spiel gemacht und den wichtigen Punkt geholt.“
Bitter für die Gastgeber, dass Aruna das Spiel gegen Sgouropoulos verletzungsbedingt nicht mehr antreten konnte. Das brachte Grenzau den Ausgleich, die Partie wurde im Schlussdoppel entschieden. Und hier nahmen Cristian Pletea und Aleksandar Karakasevic den Schwung aus dem gewonnen Doppel am Freitag gegen Bad Königshofen mit und setzte sich gegen das Duo Ruwen Filus/Fan Bo Meng in vier Sätzen durch (11:8, 6:11, 11:2, 15:13). Die Partie endete mit den besten und spektakulärsten Ballwechsel des Tages - mit dem besseren Ende für den TTC. „Kara und Cristian haben sich echt gefunden“, sagte Heow. „Die zwei haben gespielt, als würden sie schon sehr lange zusammenspielen.“
„Unverhofft kommt oft“, sagte Markus Ströher. „Natürlich haben wir auch vom Ausfall von Aruna profitiert. Dennoch haben wir mit einem souveränen Schlussdoppel, da hat sich eine tolle Kombination gefunden, den Sieg perfekt gemacht. Ich bin ein wenig sprachlos, dass wir das Spiel doch noch gewonnen haben. Das war sensationell.“ Auch Colin Heow war froh über den zweiten Sieg am Wochenende: „Wir sind sehr glücklich über den Sieg und nehmen den kleinen Vorsprung in der Tabelle jetzt gerne mit in die kleine Pause und dann in die Schlussphase der Saison.“
TTC Fulda-Maberzell - TTC Zugbrücke Grenzau 2:3
Quadri Aruna - Cristian Pletea 8:11, 11:7, 11:5, 6:11, 11:6
Ruwen Filus - Ioannis Sgouropoulos 11:7, 10:12, 14:12, 11:6
Fan Bo Meng - Aleksandar Karakasevic 11:8, 9:11, 6:11, 9:11
Quadri Aruna - Ioannis Sgouropoulos 0:11, 0:11, 0:11 (verletzungsbedingt trat Aruna nicht mehr an)
Filus/Meng - Pletea/Karakasevic 8:11, 11:6, 2:11, 13:15
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil
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