Auch in Fulda nicht zu schlagen: Grenzau holt nächsten Sieg und Klassenverbleib
Was für eine Serie für den TTC Zugbrücke Grenzau in der Tischtennis-Bundesliga: Die Westerwälder gewinnen beim TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell mit 3:2, holen sich damit den vierten Sieg in Folge und feiern den vorzeitigen Klassenverbleib. Beeindruckend: Alle eingesetzten Spieler waren an den drei gewonnen Punkten beteiligt. Grenzau klettert mit dem Erfolg auf den achten Tabellenplatz.
Schon das erste Einzel entwickelte sich zu einem echten Krimi und sollte ein Hinweis darauf werden, dass beide Teams am Anfang eines langen Tischtennis-Abends stehen würden. Ruwen Filus gewann gegen Luka Mladenovic die ersten beiden Sätze mit 11:8 und 11:9, wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht und stand kurz vor der 1:0-Führung. Doch dann kam Mladenovic noch besser ins Spiel und hatte nun auch in den entscheidenden Phasen der Sätze die Nase vorne - mit 11:8, 11:8 und 11:7. Die erste kleine Überraschung war eingefahren, Grenzau führte nicht unverdient mit 1:0.
Aber auch der Ausgleich für Fulda im zweiten Spiel war hochverdient, inklusive der zweiten Überraschung des Abends. Denn auch wenn Fanbo Meng gegen Feng Yi-Hsin schon beim Hinspiel trotz Niederlage ein starkes Spiel gezeigt hatte, dieses Mal hatte er Grenzaus Taiwanesen komplett im Griff. Feng fand nie wirklich in sein Spiel und musste sich mit 6:11, 9:11 und 5:11 geschlagen geben. „Wir müssen neidlos anerkennen, dass Fanbo Meng sehr stark gespielt hat“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Und auch das erste Einzel war ein tolles Spiel.“
Richtig dramatisch wurde es dann im dritten Einzel zwischen Jonathan Groth und Martin Allegro. Der Belgier im TTC-Trikot gewann den ersten Satz mit 15:13, gab die beiden nächsten Durchgänge aber mit 4:11 und 9:11 ab. Allegro ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und glich mit einem erneuten Satzgewinn aus (11:6). Im Entscheidungssatz konnte der Grenzauer dann aber fünf Matchbälle nicht nutzen, bevor Groth seinen vierten zum 18:16 nutzte.
Das Duell der beiden Einser war dann schnell gespielt: So klar Feng gegen Meng verloren hatte, so deutlich schlug er nun Ruwen Filus mit 11:6, 11:7 und 11:8. Es ging, wie schon beim Hinspiel, ins entscheidende Doppel. Und passend zur Dramatik des gesamten Abends ging das Duell über die volle Distanz von fünf Sätzen. Dass der TTC das bessere Ende für sich hatte, war maßgeblich Martin Allegro zu verdanken. Im Einzel noch unglücklich gegen Groth unterlegen, setzte er dem Doppel seinen Stempel auf. Der TTC setzte sich mit 3:11, 11:5, 11:9, 9:11 und 11:6 durch und feierte den viel umjubelten Auswärtssieg.
„Wahnsinn, einfach unglaublich“, freute sich Markus Ströher. „Was ein Spiel, was für eine Serie unserer Mannschaft. Das war wieder ein richtig starker Auftritt. Jetzt haben wir den Klassenverbleib in der Tasche, was für ein Endspurt, den die Jungs da in den vergangenen Spielen hingelegt haben.“
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - TTC Zugbrücke Grenzau 2:3
Ruwen Filus - Luka Mladenovic: 11:8, 11:9, 8:11, 8:11, 7:11
Fanbo Meng - Feng Yi-Hsin: 11:6, 11:9, 11:5
Jonathan Groth - Martin Allegro: 13:15, 11:4, 11:9, 6:11, 18:16
Ruwen Filus - Feng Yi-Hsin: 6:11, 7:11, 8:11
Neng/Groth - Mladenovic/Allegro: 11:3, 5:11, 9:11, 11:9, 7:11
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil














