Die Grenzau-Story (Teil I): Die Vereinsgründung
Der TTC Zugbrücke Grenzau gehört zu den erfolgreichsten und prestigeträchtigsten Tischtennisvereinen Deutschlands. Zahlreiche nationale wie internationale Titel konnte der Club aus dem Westerwald in seiner über 70-jährigen Bestehenszeit gewinnen, Tischtennis-Legenden wie Andrzej Grubba, Petr Korbel, Steffen Fetzner, Chen Zhibin oder Zsoltan Fejer-Konnerth trugen bereits das Grenzauer Trikot. In den folgenden Monaten soll in dem Format “Die Grenzau-Story” der Weg des Vereins aus dem Brexbachtal von der Gründung bis zur aktuellen Saison beleuchtet werden.
Wir schreiben den Anfang der 1950er-Jahre. Was heute selbstverständlich klingt, war zu dieser Zeit im Westerwald noch etwas Besonderes: Im Keller der Familie Gstettner in Grenzau wurde Tischtennis gespielt. Manfred Gstettner (heute Ehrenpräsident) hatte die Idee – und schnell ließen sich auch Ältere aus dem Ort begeistern, darunter einige, die den Sport in amerikanischer Kriegsgefangenschaft kennengelernt hatten. Gespielt wurde auf einem selbstgebauten Tisch aus Sperrholz. Der Ball sprang kaum, doch das tat der Freude keinen Abbruch. Ob mit billigen Neckermann-Bällen oder sogar leicht beschädigten Exemplaren: Hauptsache, es konnte gespielt werden.
Aus dem Hobby wurde bald Ernst. Denn wie so oft im Sport reichte das Training allein nicht – der Wettbewerb lockte. Mit gerade einmal 16 Jahren gründete Manfred Gstettner 1952 den TTC Grenzau. Erwachsene übernahmen die ersten Vorstandsposten, er selbst wurde Schriftführer. Johann Käfferbitz wurde der erste Vorsitzende, und schon im selben Jahr trat die erste Mannschaft mit Spielern aus Grenzau und Umgebung an.
Anfangs fanden die Spiele im Gasthaus Ickenroth statt. Doch schon bald wagte der junge Verein den nächsten Schritt: Ein altes Stallgebäude der Familie Gstettner wurde zum Tischtenniszentrum umgebaut – mit Betonboden und Platz für zwei Tische. Damit war ein Zuhause geschaffen, in dem sich der Verein entfalten konnte.
So wuchs aus einem improvisierten Kellerprojekt ein richtiger Sportverein, der Schritt für Schritt seine Erfolgsgeschichte begann – und später weit über die Region hinaus für Schlagzeilen sorgen sollte.
nach: Schössler, Hans-Peter (2018). Manfred Gstettner. Keine halben Sachen.
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