Grenzau verliert Heimspiel gegen Bremen mit 1:3
Es fehlte nur ein Wimpernschlag, um es erneut ins entscheidende Doppel zu schaffen - doch die „Last“, für Grenzau zu punkten, lag einmal mehr zu sehr auf den Schultern nur eines Spielers: Feng Yi-Hsin. „Ich bin ein wenig enttäuscht, dass es in den anderen Einzeln so klar war“, sagte TTC-Cheftrainer Slobodan Grujic nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SV Werder Bremen.
In gewohnter Besetzung - Maciej Kubik fehlt dem TTC weiterhin verletzungsbedingt - liefen die Westerwälder gegen die Norddeutschen auf. Das Hinspiel hatte Grenzau noch für sich entscheiden können, dieses Mal war entscheidend, wie vor allem die Akteure hinter Feng Yi-Hsin punkten können. Grenzaus Nummer eins aus Asien tat sich in seinem ersten Einzel gegen einen phasenweise stark aufspielenden Andrei Putuntica zwar schwer, er brachte sein Spiel am Ende aber in fünf Sätzen nach Hause (11:5, 8:11, 8:11, 12:10, 10:4).
Die Einzel Nummer zwei und drei waren dann dazu auserkoren, den Gegner vielleicht zu überraschen. Doch dieses Mal war da nicht viel zu holen - gegen allerdings auch klar favorisierte Gegner. Luka Mladenovic musste sich dem Ex-Grenzauer Kirill Gerassimenko geschlagen geben - nach vergebenen Satzbällen in Durchgang eins war die Partie nicht mehr einzufangen (10:12, 5:11, 1:11). Und auch Samuel Walker musste gegen den schwedischen Spitzenspieler Mattias Falck schnell einsehen, dass es nicht zu einem Satzgewinn reichen sollte (9:11, 5:11, 6:11). Bremen hatte die Partie zur 2:1-Führung gedreht.
Nun lag es also erneut an Feng Yi-Hsin, den TTC zumindest in das Schlussdoppel zu hieven. Und die hochklassige Partie alleine war das Eintrittsgeld an diesem späten Sonntagnachmittag wert. Der Spannungsbogen tat ein übriges. Gerassimenko hatte im vierten Satz drei Matchbälle, die er jedoch alle vergab. Stattdessen holte sich Feng nach einem unfassbar spektakulären Ballwechsel den Satzausgleich - die Halle stand (Kopf). Dramatik dann im Entscheidungssatz: Dieses Mal hatte Feng zunächst drei Matchbälle am Stück, dann auch noch mal einen bei 11:10. Doch Gerassimenko holte sich noch das Match und bescherte Bremen den Auswärtssieg (10:12,11:7, 11:9, 10:12, 13:11).
„Mit Bremen hat heute die bessere Mannschaft gewonnen, das steht außer Frage“, sagte Bobo Grujic. „Ich hatte mir dennoch ein wenig mehr Gegenwehr erhofft in den Einzeln zwei und drei. Schade, dass wir da nicht mehr gegenhalten konnten. Das hat mich etwas enttäuscht. Aber Feng hat auch heute wieder stark gespielt und gekämpft.“
TTC Zugbrücke Grenzau - SV Werder Bremen 1:3
Feng Yi-Hsin - Andrei Putuntica 11:5, 8:11, 8:11, 12:10, 11:4
Luka Mladenovic - Kirill Gerassimenko 10:12, 5:11, 1:11
Samuel Walker - Mattias Falck 9:11, 5:11, 6:11
Feng Yi-Hsin - Kirill Gerassimenko 12:10, 7:11, 9:11, 12:10, 11:13
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil














