Grenzau verliert das Kellerduell in Bad Königshofen
Am Ende hat es nicht gereicht: Der TTC Zugbrücke Grenzau verliert das Auswärtsspiel beim TSV Bad Königshofen trotz zwischenzeitlicher Führung mit 2:3. Nach einer klaren Niederlage von Feng Yi-Hsin im Spitzeneinzel hat der TTC auch im Doppel keine Antworten mehr auf das Spiel der Gastgeber. Die Westerwälder rutschen damit auf den letzen Tabellenplatz ab.
Im ersten Duell des Tages zeigte Maciej Kubik gegen den stark aufgelegten Bastian Steger eine tolle Moral. Kubik lag bereits mit 0:2-Sätzen hinten (5:11, 8:11), hatte nach dem Gewinn von Durchgang drei (11:9) im vierten Satz gleich fünf Matchbälle gegen sich, schaffte es aber mit starken Nerven (14:12) noch in den Entscheidungssatz. Der ging zwar mit 11:6 an Bad Königshofens Nummer eins, doch der Grenzauer hatte sich teuer verkauft.
Für den wichtigen Ausgleich sorgte anschließend die Nummer eins auf der anderen Seite - Feng Yi-Hsin. Der Taiwanese verlor gegen Filip Zeljko zwar den ersten Durchgang mit 9:11, wurde danach aber seiner Favoritenrolle gerecht. Mit 11:7, 11:9 und 11:5 holte sich Feng den Vier-Satz-Sieg und glich zum 1:1 aus.
Im dritten Einzel kam es - wie schon im Hinspiel - zum Duell zwischen dem Ex-TSVler Martin Allegro und Bad Königshofens Sommer-Neuzugang Daniel Habesohn. Und der Belgier im TTC-Trikot legte los wie die Feuerwehr, holte sich Satz eins beeindruckend klar mit 11:3. Doch in der Folge entwickelte sich ein Krimi, in dem das Momentum immer wieder wechselte. Habesohn gewann die Sätze zwei und vier mit 11:8 und 11:9, Allegro gewann Durchgang drei mit 11:6. Im Entscheidungssatz behielt Allegro dann aber die Nerven (11:6), setzte sich wie im Hinspiel durch und brachte den TTC mit 2:1 in Führung.
Feng Yi-Hsin hatte im Anschluss jedoch keine Chance gegen Bastian Steger. Lediglich im ersten Satz konnte der Grenzauer in Schlagdistanz bleiben, vergab beim Stand von 10:7 drei Satzbälle. Danach fehlten ihm an diesem Tag schlichtweg die Ideen und die Qualität, um Bad Königshofens Spitzenspieler in Gefahr zu bringen. Steger setzte sich mit 12:10, 11:8 und 11:4 durch und brachte seine Mannschaft mit einer überzeugenden Leistung ins Schlussdoppel.
Dort mussten sich Martin Allegro und Samuel Walker dem Duo Daniel Habesohn und Andre Bertelsmeier klar in drei Sätzen geschlagen geben (7:11, 11:13, 4:11). Bad Königshofen jubelte über einen verdienten Heimsieg, der TTC hatte am Ende zu wenig gezeigt, um dieses so wichtige Spiel für sich zu entscheiden. „So ist Tischtennis“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Wir lagen vorne und hatten unsere Chancen. Der Rest macht mich dann einfach nur sprachlos.“
TSV Bad Königshofen - TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Steger - Kubik: 11:5, 11:8, 9:11, 12:14, 11:6
Zeljko - Feng 11:9, 7:11, 9:11, 5:11
Habesohn - Allegro: 3:11, 11:8, 6:11, 11:9, 6:11
Steger - Feng: 12:10, 11:8, 11:4
Habesohn/Bertelsmeier - Walker/Allegro: 11:7, 13:11, 11:4
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil
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