30.01.2022
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3:0 gegen Berneustadt: Grenzau gelingt Überraschung

Der TTC Zugbrücke Grenzau schafft in der Tischtennis-Bundesliga die Überraschung und schlägt den in der Tabelle deutlich besser positionierten TTC Schwalbe Bergneustadt beeindruckend deutlich mit 3:0. Es war nach dem Erfolg gegen Bad Königshofen am Mittwoch (ebenfalls 3:0) der zweite wichtige Sieg für die Westerwälder.

„Damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Cheftrainer Slobodan Grujic nach einem erfolgreichen Sonntagnachmittag. Und auch Manager Markus Ströher war begeistert: „Das war heute wirklich sensationell.“ Nicht nur der Sieg an sich, sondern vor allem auch die Art und Weise erfreute Fans und Verantwortliche gleichermaßen. 

Nach seinem erfolgreichen Bundesliga-Debüt am Mittwoch mit einem Sieg gegen Kilian Ort stellte Grujic den 18-jährigen Feng Yi-Hsin gegen Bergneustadt an Position eins auf. „Ich glaube, er war vor dem Spiel ein bisschen nervös“, hatte der Trainer beobachtet. „Zumal er mit Elias Ranefur einen unangenehm zu spielenden Gegner vor der Brust hatte.“ Feng verlor denn auch den ersten Satz klar mit 4:11.

Doch der Taipanese fand danach sehr schnell zu seinem Spiel. „Ab dem zweiten Satz war die Aufregung weg, von da an hat er sehr stabil gespielt, wie schon am Mittwoch“, sagte Grujic. Und in der Tat ließ der Neu-Grenzauer mit 11:7, 11:8 und 11:4 in den drei Folgesätzen nichts mehr anbrennen. „Der hat einfach Potenzial, das siehst du sehr schnell“, lobte Ströher den 18-Jährigen.

Mit der Führung im Rücken ging es im zweiten Einzel für Patrick Baum an den Tisch, der es mit Bergneustadts Nummer eins Benedikt Duda zu tun bekam. Und der Grenzauer Routinier spielte das mit all seiner Klasse nach Hause. Beim 11:4, 11:9 und 11:7 gab Baum keinen Satz ab - und erhöhte für den TTC auf 2:0. „Patti hat jetzt wieder zu seiner starken Form zurückgefunden“, lobte Grujic. „Er hat sich viel besser bewegt als zuletzt und hat auch aggressiv gespielt. Das war ein starker Auftritt.“ 

Den hatte beim Hinspiel kurz vor Weihnachten auch Cristian Pletea in seinem Match gegen Alvaro Robles hingelegt. Damals gewann der Rumäne im TTC-Trikot mit 3:0. Nun lag es an ihm, mit einem weiteren Einzelsieg den Überraschungserfolg perfekt zu machen. Doch das Spiel gestaltete sich ausgeglichener als zuletzt: Satz eins ging mit 11:6 an Pletea, Satz zwei mit 11:5 an Robles. Im dritten führten die Gäste bereits mit 9:4, doch Grenzaus Nummer drei kämpfte sich zurück und holte den vorentscheidenden Satz mit 12:10 nach Hause. Der vierte Durchgang war dann fast nur noch Formsache: 11:4 für Pletea, der Heimsieg war eingetütet.

„Es ist nicht einfach, in so kurzer Zeit zwei Mal gegen Robles zu gewinnen“, sagte Grujic. „Aber Cristian hat auch heute wieder richtig gut gespielt. Beeindruckend, wie er im dritten Satz bei deutlichem Rückstand nicht aufgegeben hat. So konnte er das Spiel noch zu seinen Gunsten drehen und zum 3:0 punkten.“ Markus Ströher blickte nach dem zweiten 3:0-Sieg in Serie bereits nach vorne: „Es waren zwei wichtige Schritte, aber wir sind noch lange, lange nicht am Ziel. Die nächsten Spiele werden große Herausforderungen für uns.“ Grenzau ist unter anderem am nächsten Sonntag zu Gast beim SV Werder Bremen.

TTC Zugbrücke Grenzau - TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0  

Yi-Hsin Feng - Elias Ranefur 4:11, 11:7, 11:8, 11:4
Patrick Baum - Benedikt Duda 11:4, 11:9, 11:7
Cristian Pletea - Alvaro Robles 11:6, 5:11, 12:10, 11:4

Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil

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