Starker Auftritt bleibt unbelohnt: Grenzau unterliegt Bremen erst im Schlussdoppel
Der TTC Zugbrücke Grenzau hat im ersten Heimspiel der neuen Saison eine starke Leistung gezeigt, sich dafür am Ende aber nicht mit dem Sieg belohnt. Gegen den SV Werder Bremen mussten sich die Westerwälder nach einem umkämpften Tischtennisabend erst im Schlussdoppel mit 2:3 geschlagen geben. Wie schon zum Saisonauftakt in Mühlhausen ging Grenzau über die volle Distanz – dieses Mal allerdings mit dem besseren Ende für den Gegner.
Dabei erwischte Feng Yi-Hsin einen furiosen Start. Gegen Irvin Bertrand führte der Grenzauer im ersten Satz zwischenzeitlich mit 10:0 und gewann diesen schließlich deutlich mit 11:2. Auch im zweiten Durchgang hatte Feng die Partie beim 11:8 im Griff. Danach kam jedoch ein Bruch in sein Spiel, während sich Bertrand immer mehr steigerte. Der Bremer kämpfte sich mit zweimal 11:9 zurück und entschied auch den fünften Satz mit 11:6 für sich. Nach der 2:0-Satzführung von Feng war diese Niederlage durchaus überraschend – Bremen führte mit 1:0.
Doch die Antwort der Gastgeber hätte kaum überzeugender ausfallen können. Martin Allegro traf auf Kirill Gerassimenko und zeigte eine sehr konzentrierte Leistung. Der Grenzauer ließ seinen favorisierten Gegner überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und dominierte die Partie mit 11:7, 11:6 und 11:4. Ein bemerkenswert deutliches 3:0 und der wichtige 1:1-Ausgleich.
Im dritten Einzel bekam es Maciej Kubik mit Mattias Karlsson zu tun. Der Schwede präsentierte sich von Beginn an sehr konzentriert und ließ Kubik nur wenige Möglichkeiten, selbst die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Mit 11:7, 11:6 und 11:9 setzte sich Karlsson in drei Sätzen durch und brachte Werder erneut in Führung.
Damit stand Feng Yi-Hsin in seinem zweiten Einzel bereits unter Druck. Bremen hatte seine Nummer eins Gerassimenko aus der Partie genommen und Marcelo Aguirre aufgestellt. Feng knüpfte nun wieder an die starke Leistung aus den ersten beiden Sätzen seines Auftakteinzels an. Nach einem 11:8 musste er den zweiten Satz knapp mit 10:12 abgeben, behielt anschließend aber die Nerven. Mit 11:6 holte Feng den entscheidenden Satz und damit den ganz wichtigen Punkt zum 2:2.
Erneut musste für Grenzau also das Schlussdoppel entscheiden. Kubik und Allegro trafen auf Bertrand und Karlsson. Die Bremer erwischten den besseren Start und gingen mit 11:8 und 11:6 mit 2:0 in Führung. Doch Grenzau gab sich nicht geschlagen. Mit einem starken 11:6 verkürzten Kubik und Allegro und waren auch im vierten Satz ganz dicht dran. Beim 10:12 fehlten schließlich nur Kleinigkeiten, um die Partie noch einmal in den Entscheidungssatz zu bringen. Bremen machte damit den 3:2-Auswärtssieg perfekt.
„Natürlich ist es bitter, wenn du nach so einem Spiel am Ende mit leeren Händen dastehst“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Aber die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie auch gegen einen starken Gegner wie Bremen absolut auf Augenhöhe spielen kann. Martin macht ein überragendes Spiel gegen Gerassimenko, Feng holt einen ganz wichtigen zweiten Punkt und auch im Doppel waren wir nah dran. Bremen hat am Ende verdient gewonnen, aber auf diese Leistung können und müssen wir aufbauen.“
Damit steht für Grenzau nach zwei Spieltagen ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. Beide Partien wurden erst im Schlussdoppel entschieden: In Mühlhausen hatten die Westerwälder noch das bessere Ende für sich, gegen Bremen fehlte diesmal nicht viel zum zweiten Erfolg. Auch wenn die Punkte an die Gäste gingen, machte der Auftritt deutlich, dass der TTC mit einer geschlossenen und kämpferisch starken Mannschaft auch gegen etablierte Teams der Liga seine Chancen bekommen wird. Bremen dagegen bleibt nach dem zweiten Spieltag ungeschlagen und feiert den zweiten Sieg der Saison.
TTC Zugbrücke Grenzau - SV Werder Bremen 2:3
Feng Yi-Hsin - Irvin Bertrand 11:2, 11:8, 9:11, 9:11, 6:11
Martin Allegro - Kirill Gerassimenko 11:7, 11:6, 11:4
Maciej Kubik - Mattias Karlsson 7:11, 6:11, 9:11
Feng Yi-Hsin - Marcelo Aguirre 11:8, 10:12, 11:6
Kubik/Allegro - Bertrand/Karlsson 8:11, 6:11, 11:6, 10:12
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil















