TTC unterliegt in Ochsenhausen mit 1:3
Der TTC Zugbrücke Grenzau hat in der Tischtennis-Bundesliga die zweite Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Nach dem knappen 2:3 am Sonntag vor heimischem Publikum gegen den SV Werder Bremen unterlagen die Westerwälder am Dienstagabend bei den TTF Liebherr Ochsenhausen mit 1:3. Ohne Spitzenspieler Feng Yi-Hsin und ohne Liam Pitchford gelang Grenzau zwar ein starker Auftakt, danach aber kein weiterer Punktgewinn mehr.
Für den perfekten Start sorgte Maciej Kubik gegen Shunsuke Togami. Der Grenzauer zeigte gegen den favorisierten Japaner eine starke Vorstellung und belohnte sich nach fünf umkämpften Sätzen mit einem überraschenden 3:2-Erfolg. Dabei bewies Kubik vor allem im Entscheidungssatz große Nervenstärke. Togami erwischte mit einer 3:0-Führung zunächst den besseren Start, doch Kubik blieb dran. Bis zum 9:9 war alles offen. Beim Stand von 9:10 wehrte der TTC-Spieler einen Matchball ab, erspielte sich anschließend selbst die Chance zum Sieg und machte mit 12:10 den viel umjubelten Auftaktpunkt perfekt.
Danach übernahm Ochsenhausen jedoch zunehmend die Kontrolle über die Partie. Samuel Walker fand gegen Darius Movileanu nicht zu seinem Spiel und musste sich klar mit 3:11, 4:11 und 2:11 geschlagen geben.
Martin Allegro zeigte gegen Iulian Chirita phasenweise, dass für Grenzau durchaus etwas möglich gewesen wäre. Nach dem verlorenen ersten Durchgang kämpfte sich der Belgier mit einem 11:9 im zweiten Satz zurück in die Partie und stellte auf 1:1. In den folgenden beiden Sätzen fand Chirita allerdings wieder die besseren Lösungen und setzte sich jeweils mit 11:5 durch. Damit ging Ochsenhausen erstmals an diesem Abend in Führung.
Nun lag es erneut an Sam Walker, den TTC im Spiel zu halten und das Schlussdoppel zu erzwingen. Gegen Tiago Abiodun entwickelte sich vor allem im zweiten Satz ein intensiver und völlig offener Schlagabtausch. Walker hatte beim 11:10 selbst einen Satzball, konnte diesen aber nicht nutzen. Anschließend verwandelte Abiodun seinen fünften Satzball zum 16:14. Damit war die Chance vertan, die Partie noch einmal in eine andere Richtung zu lenken. Im dritten Durchgang setzte sich der Ochsenhausener schließlich deutlich mit 11:4 durch und machte den verdienten 3:1-Heimsieg perfekt.
„Maciej hat heute ein richtig starkes Spiel gemacht und uns mit einem überraschenden Sieg sehr gut in die Partie gebracht“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Danach hat Ochsenhausen aber gezeigt, welche Qualität in dieser Mannschaft steckt. Martin war zwischenzeitlich gut drin und Sam hatte im zweiten Satz seiner zweiten Partie durchaus die Chance, das Spiel noch einmal offener zu gestalten. Da hat vielleicht auch ein wenig das Matchglück gefehlt. In der Summe geht der Sieg für Ochsenhausen aber in Ordnung. Wir wussten, dass es ohne Feng und Liam eine sehr schwierige Aufgabe werden würde. Trotzdem hätten wir natürlich gerne den Weg bis ins Doppel geschafft.“
Für Grenzau bleibt damit nach dem starken Saisonstart nun die zweite Niederlage innerhalb weniger Tage. Trotz der 1:3-Niederlage in Ochsenhausen zeigte vor allem der Auftakterfolg von Maciej Kubik, dass der TTC auch ersatzgeschwächt für Überraschungen sorgen kann.
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Shunsuke Togami - Maciej Kubik: 5:11, 11:7, 11:8, 8:11, 10:12
Darius Movileanu - Sam Walker: 11:3, 11:4, 11:2
Iulian Chirita - Martin Allegro: 11:5, 9:11, 11:5, 11:5
Tiago Abiodun - Sam Walker: 11:8, 16:14, 11:4
Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil















