06.09.2026
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Grenzau unterliegt in Fulda mit 0:3

Der TTC Zugbrücke Grenzau hat sein Auswärtsspiel beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 0:3 verloren. Ohne Feng Yi-Hsin und Liam Pitchford war der TTC in Hessen erneut nicht in Bestbesetzung angetreten. Gegen die hochkarätig besetzten Gastgeber war Grenzau damit klarer Außenseiter – und konnte die Partie trotz einiger guter Phasen nicht lange genug offenhalten.

Zum Auftakt bekam es Martin Allegro mit Dimitrij Ovtcharov zu tun. Der ehemalige Weltranglistenerste erwischte den deutlich besseren Start und zog im ersten Satz schnell auf 9:1 davon. Allegro kam im zweiten Durchgang besser in die Partie und verkürzte zwischenzeitlich von 2:8 auf 6:8 und später auf 7:9. Ovtcharov ließ sich davon aber nicht mehr aus der Ruhe bringen und gewann auch diesen Satz mit 11:8. Im dritten Durchgang hielt Allegro die Partie zunächst bis zum 6:6 offen, ehe der Fuldaer Favorit erneut davonzog und mit 11:7 den ersten Punkt für die Gastgeber perfekt machte.

Auch Maciej Kubik stellte Jonathan Groth anschließend immer wieder vor Aufgaben. Im ersten Satz führte der Grenzauer mit 6:3 und später 7:5, ehe Groth das Spiel drehte und sich den Durchgang mit 11:9 sicherte. Ähnlich eng verlief der zweite Satz, in dem Kubik beim 8:8 noch auf Augenhöhe war, die letzten drei Punkte aber an den Dänen gingen. Im dritten Durchgang kämpfte sich Kubik nach einem 8:10-Rückstand noch einmal auf 10:10 heran. Groth nutzte schließlich seinen dritten Matchball zum 12:10 und brachte Fulda mit 2:0 in Führung.

Damit stand Samuel Walker gegen Fan Bo Meng bereits unter großem Druck. Die ersten beiden Sätze gingen mit 11:6 und 11:8 an den Gastgeber. Danach zeigte Walker jedoch, was möglich gewesen wäre, wenn er früher die nötige Lockerheit gefunden hätte. Aus einem 2:8-Rückstand machte der Engländer im dritten Durchgang ein starkes 11:8 und legte anschließend mit einem klaren 11:5 zum Satzausgleich nach. Im Entscheidungssatz erwischte Fan Bo Meng allerdings den deutlich besseren Start, führte schnell mit 6:1 und brachte den Sieg schließlich mit 11:4 nach Hause.

„Wir wussten vorher, dass das in dieser Aufstellung eine extrem schwere Aufgabe werden würde“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Fulda hat eine enorme Qualität und war heute auch verdient der Sieger. Vielleicht hätte uns an der einen oder anderen Stelle ein bisschen mehr Lockerheit gutgetan. Martin wurde stärker, als er freier gespielt hat, und auch Maciej war in allen drei Sätzen nah dran – da fehlte am Ende vielleicht der letzte Push. Sam hat nach dem 0:2 eine sehr gute Reaktion gezeigt und mit seinen beiden Satzgewinnen noch einmal für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt. Insgesamt müssen wir das Ergebnis realistisch einordnen und den Blick jetzt wieder nach vorne richten.“

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Bremen und Ochsenhausen bleibt Grenzau damit auch in Fulda ohne weiteren Saisonsieg. Gerade angesichts der fehlenden Spitzenspieler war die Ausgangslage allerdings schwierig. Für den TTC gilt es nun, die guten Phasen aus den einzelnen Partien mitzunehmen und in den kommenden Begegnungen wieder konstanter auf den Tisch zu bringen.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0

Dimitrij Ovtcharov – Martin Allegro 11:3, 11:8, 11:7
Jonathan Groth – Maciej Kubik 11:9, 11:8, 12:10
Fan Bo Meng – Samuel Walker 11:6, 11:8, 8:11, 5:11, 11:4

Redaktion: Tom Neumann
Foto: Wolfgang Heil

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