22.03.2021
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Bremen schlägt Grenzau mit 3:1 am letzten Spieltag der Saison

Sie hatten gehofft, vielleicht noch einmal sportlich überraschen zu können. Doch daraus wurde nichts für den TTC Zugbrücke Grenzau, der das letzte Saisonspiel in der Tischtennis-Bundesliga beim SV Werder Bremen mit 1:3 verloren hat. Lediglich Robin Devos konnte sein Einzel gewinnen.

Die Partie begann zunächst mit einer Nachricht, die Grenzaus grundsätzliche Chancen in diesem Spiel verbesserten: Die Gastgeber traten ohne ihren schwedischen Spitzenspieler Mattias Falck an, der die drittbeste Einzelbilanz der Liga gespielt hat in dieser Spielzeit mit 25 Siegen bei 9 Niederlagen. Bei Grenzau war Routinier Aleksandar Karakasevic nicht mit an Bord.

Im ersten Einzel standen sich so der Ex-Grenzauer Kirill Gerassimenko und der zukünftige Ex-Grenzauer Ioannis Sgouropoulos gegenüber - der Grieche verlässt den TTC in Richtung Neu-Ulm. Zwar konnte Sgouropoulos den ersten Durchgang in der Verlängerung mit 13:11 für sich entscheiden und dabei auch mehrere Satzbälle abwehren, danach aber kam er nur noch selten in Schlagdistanz zu Bremens nomineller Nummer eins. Gerassimenko gewann die drei Folgesätze mit 11:6, 11:7 und 11:9, brachte Bremen durch diesen Sieg mit 1:0 in Führung.

Im zweiten Einzel aber durfte Grenzau auf den Ausgleich hoffen. „Cristian war sicherlich in der Favoritenrolle“, sagte TTC-Cheftrainer Colin Heow zu Pleteas Match gegen einen weiteren ehemaligen Grenzauer: Marcelo Aguirre. Ähnlich wie im vorangegangenen Spiel ging auch hier der erste Satz mit 13:11 an den TTC, doch Aguirre glich mit einem ebenso hart umkämpften 14:12 aus. Als Pletea den dritten Satz aber deutlich dominierte und nach zwischenzeitlicher 7:1-Führung mit 11:5 gewinnen konnte, schien der Bann gebrochen. Doch mitnichten: Der junge Rumäne brachte sich einige Male selbst aus dem Spiel, haderte mit vergebenen Punkten und musst sich am Ende in fünf Sätzen geschlagen geben (5:11, 7:11).

Nun lag es an Robin Devos in seinem letzten Spiel für die Westerwälder die 0:3-Niederlage zu verhindern. Und der Belgier bewies in einem hart umkämpften Match gegen Hunor Szöcs erneut Willen und Leidenschaft. Devos gewann den ersten Satz mit 13:11 (zum dritten Mal ging an diesem Abend der erste Satz mit diesem Ergebnis an Grenzau), verlor aber die beiden Folgesätze mit 8:11 und 12:14. Doch Devos kämpfte sich zurück und drehte die Partie noch mit zwei Satzgewinnen (11:6, 11:9). Es war der dritte Einzelsieg für den Belgier in Serie.

Bis ins finale Doppel konnte sich der TTC aber nicht mehr retten. Dafür war Kirill Gerassimenko an diesem Montagabend einfach zu stark. Im Duell der beiden Einser setzte sich der Bremer mit 11:5, 11:7, 3:11 und 11:4 durch und machte den 3:1-Sieg für Werder perfekt. „Die Jungs haben alle gekämpft, obwohl es tabellarisch ja um nichts mehr ging“, lobte der TTC-Cheftrainer seine Spieler. „Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Durch den Ausfall von Falck hatten wir sicherlich Chancen, dieses Spiel erfolgreicher zu gestalten. Am Ende aber war Gerassimenko heute Abend zu stabil und zu stark.“

SV Werder Bremen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Kirill Gerassimenko – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:13, 11:6, 11:7, 11:9)
Marcelo Aguirre – Cristian Pletea 3:2 (11:13, 14:12, 5:11, 11:5, 11:7)
Hunor Szöcs – Robin Devos 2:3 (11:13, 11:8, 14:12, 6:11, 9:11)
Kirill Gerassimenko – Cristian Pletea 3:1 (11:5, 11:7, 3:11, 11:4)

Redaktion: Patrick Wichmann
Foto: Wolfgang Heil

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