TTC Grenzau - FLIP Saisonmagazin 2025/2026

Mit Leidenschaft und Teamgeist gekämpft Die TTBL-Saison 2024/25 endete für den TTC Zugbrücke Grenzau auf dem 12. Platz mit einer Bilanz von vier Siegen, 18 Niederlagen und acht Punkten — ein Ergebnis, das zwar bitter ist, aber die erzielten Erfolge umso stärker wirken ließ. Trotz des Tabellenplatzes gab es glanzvolle Momente – ganz besonders gegen Fulda-Maberzell: Beide Duelle gegen den Play-off-Kandidaten wurden gewonnen – ein starkes Signal. Auch der Auswärtserfolg in Bad Königshofen, einem der Top‑4‑Teams der Liga, zeigte eindrucksvoll: Grenzau kann auch gegen Favo- riten bestehen. Doch es gab auch Rückschläge: Der Ausfall von Maciej Kubik in der zweiten Saisonhälfte schwächte das Team spürbar: Der junge Pole stand nach starkem Saisonstart wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr zur Verfügung. Die Mannschaft kämpfte tapfer – und trotz auch anderer vereinzelter Ausfälle gelangen insgesamt vier Siege; drei davon im entscheidenden Schluss- doppel, ein starker Beleg für Teamgeist und mentale Stärke. Zudem ernteten der TTC und die TTBL national und international ein großes Medienecho, als Grenzau aufgrund zahlreicher Verletzungen den erst 11-jährigen Marlon Börner aus dem eigenen Nachwuchs aufstellte, der seine Aufgabe gegen Weltklasse-Spieler Hugo Calderano aber ganz hervorragend löste und sogar ein paar Punkte machte. Börner ist der jüngste Debütant in der Geschichte der Tischtennis-Bundesliga. Gewohnt stark, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten: Feng Yi‑Hsin war als Nummer eins weiterhin das Rückgrat des Teams. Luka Mladenovic sorgte als Neuzugang für taktische Flexibilität durch seine Anti‑Spielweise und konnte vereinzelt seine Gegenspieler zur Verzweiflung bringen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigte das Team hohes Engagement und hinterließ fast immer den Eindruck, wirklich alles gegeben zu haben. Das honorierten auch die Fans, die die Mannschaft bei Heimspielen und auswärts toll unterstützten. Das Fazit: Den sportlichen Klassenverbleib zwar verpasst, bleibt der TTC weiterhin in der TTBL, da es aus der 2. Liga keine Nachrücker gibt. Grenzau zeigte Charakter, Leidenschaft und ein starkes Teamgefühl. Damit legt der Verein den Grundstein – für kommende Spielzeiten, in denen mit Kontinuität, Gesundheit und kluger Planung wieder angegriffen werden kann. FLIP 2025/26 6

RkJQdWJsaXNoZXIy ODUzODA0