FLIP - Saisonmagazin 2021/22

MANFRED GSTETTNER: ENTWICKLUNG BEREITET MIR FREUDE Fünf Jahre „Ruhestand“ vom Tischtennis - wer hätte gedacht, dass der Mann, der mit 16 Jahren den TTC Zugbrücke Gren- zau gründete und im Anschluss eine unbeschreibliche Erfolgs- geschichte schrieb, eines Tages tatsächlich kürzer treten würde vom Tischtennis. Manfred Gstettner hat es getan, mit 80 Jahren, im Jahr 2016. Fünf Jahre ist das her, die Leiden- schaft zum Tischtennis aber ist ungebrochen. Als Grenzau Mitte August in der Innenstadt von Montabaur den Kader für die neue Saison vorstellte, da war auch Manfred Gstettner vor Ort mit dabei. Es wird die 40. Bundesliga-Saison in Serie sein für den zweiterfolgreichsten deutschen Tischtennis-Verein, dessen Erfolgsgeschichte einen Namen trägt - den des Ehren- präsidenten Manfred Gstettner. „Ich muss sagen, ich komme ganz gut ohne die Tischtennis- Verantwortung zurecht“, sagt Gstettner. „Ich bin ja auch älter und vernünftiger geworden und muss auch an meine Gesundheit denken. Wir haben in all den Jahrzehnten gemein- sam viel geleistet und erlebt. Wenn andere Freizeit gemacht haben, dann haben wir gearbeitet - zum Teil Tag und Nacht. Jetzt möchte ich auch noch was vom Leben haben. Das ist ohnehin viel zu kurz für den Aufwand, den man getrieben hat.“ Manfred Gstettner nimmt sich Zeit für die Dinge, die ihn schon immer fasziniert haben, nur die Perspektive hat sich verändert. Tischtennis verfolgt er noch mit viel Leidenschaft, auch der Fuß- ball ist für den ehemaligen aktiven Spieler und Schiedsrichter noch immer sehr präsent. Beim heimischem Regionalligisten FC Rot-Weiß Koblenz hat er eine Dauerkarte. „Ich bin dem Fußball noch immer sehr verbunden.“ Und natürlich auch dem Tischtennis- sport, derunterCoronagelittenhat -wie alle anderen Sportarten. „Umso erfreulicher ist es, dass Grenzau in dieser schweren Zeit neue Premium- partner gefunden hat, die den Verein als Sponsoren unterstützen“, sagt Gstettner, der sich aber noch immer den ganz großen Wurf wünscht. „So ein richtig dicker Fisch, der vielleicht auch mal wieder den Kampf um Titel möglich macht. Aber schon so ist deutlich zu erkennen, dass der Trend aktuell wieder langsam nach oben geht. Die Entwicklung bereitet mir Freude.“ Das macht sich mit Blick auf die neue Saison für Gstettner vor allem an zwei Namen fest: „Slobodan Grujic ist ein exzellenter Trainer. Und Patrick Baum ein wirklich guter Spieler. Ich freue mich sehr, dass die beiden nächste Saison beim TTC aktiv sind. Diese Verpflichtungen und die allgemeine Entwicklung zeigen: Die Leute, die jetzt in Grenzau am Ruder sind, haben alle Ahnung vom Tischtennis und kennen sich in der Szene sehr gut aus.“ Ein Ritterschlag für den neuen Vorstand um seinen Sohn Olaf Gstettner und Manager Markus Ströher, die vor etwas mehr als einem Jahr antraten, die erfolgreiche Tischtennis-Tradition im Brexbachtal fortzuführen. Unter fordernden Bedingungen, wie etwa eine Pandemie, die alles auf den Kopf stellte. Aber der TTC gehört einfach in die Bundesliga - und dafür werden alle auch in diesem Jahr wieder alles geben. Und Manfred Gstettner wird ihnen dabei in der Zugbrückenhalle zuschauen und mitfiebern. Manfred Gstettner genießt heute entspannt zusammen mit Frau Ulrike oder beim Füttern der Koi, die etwas ruhigeren Tage.

RkJQdWJsaXNoZXIy Mzg3MjM=