FLIP - Saisonmagazin 2021/22
LSB-PRÄSIDENT WOLFGANG BÄRNWICK IM IMTERVIEW Im Oktober 2020 hatte er bereits kommissarisch das Amt übernommen, im Dezember 2020 wählte ihn die Außeror- dentliche Mitgliederversammlung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz mit großer Mehrheit ins Amt des Präsidenten: Wolfgang Bärnwick. Dem TTC stand er für das Saisonheft FLIP in einem Interview Rede und Antwort. Sehr geehrter Herr Bärnwick, mit welchen Visionen und Zielen sind Sie in Ihre Amtszeit gestartet? Ganz wichtige Themen waren und sind die Umsetzung der umfangreichen Organisations- und Strukturanalyse und der Neubau des LSB-Hauses ganz in der Nähe der Arena des Fuball- Bundesligisten Mainz 05. Außerdem ist es mir ein Anliegen, den Leistungssport als eine der Kernaufgaben des LSB zu stärken und weiterzuentwickeln. Nicht zuletzt möchte ich das bisher schon gute Verhältnis zum rheinland-pfälzischen Sportministe- rium ausbauen und noch weiter verbessern – aber mit entspre- chend klaren Erwartungen. Wir wollen Partner auf Augenhöhe sein. Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf unser tägliches Leben – und damit auch auf den Sport. Allen ist klar: Ein Leben völlig ohne Corona wird es so schnell nicht geben. Was macht Ihnen Mut mit Blick auf die Zukunft? Die Kreativität unserer Vereine. In der Pandemie-Zeit hat sich gezeigt, wie ideenreich die Vereine mit dieser schwierigen Situation umgehen. Sie haben neue Übungsformen und Ange- bote entwickelt, Veranstaltungen oder auch Mitgliederver- sammlungen digital abgehalten. Wichtig ist, dass wir alle jeden Tag mehr lernen, mit der Pandemie umzugehen. Corona wird uns auch die nächsten Jahre beschäftigen, das müssen wir akzeptieren. Wenn wir demnächst die Mitgliedergewinnungs- Kampagne in den Vereinen starten für unsere Kinder und Jugendlichen, wird die Begeisterung sehr groß sein. Das alles macht mir Mut. Wie kann die Förderung des Leistungssports - auch unter Be- rücksichtigung der Pandemie – in Zukunft sichergestellt und ausgebaut werden? Man muss einfach immer wieder darauf hinweisen: Ohne Leistungssport haben unsere Kinder keine Anreize. Das muss man der Politik vermitteln. Das muss man aber auch den Sponsoren vermitteln. Denn ohne Sponsorengelder wird es nicht möglich sein, den Spitzensport zu fördern. Schauen Sie auf die Olympischen Spiele: Wir erwarten einfach viel mehr Medaillen. Aber dazu müssen wir auch mehr in den Schulsport investieren und in die Vereine – so setzt sich das nach oben fort bis in den Leistungssport. Wir müssen bereit sein, finanzielle Opfer zu bringen. Es lohnt sich. Der TTC Zugbrücke Grenzau geht in seine 40. Saison in Serie in der höchsten deutschen Tischtennis-Spielklasse. Was möchten Sie dem Traditionsverein aus dem Westerwald mit auf den Weg geben? Dieser Verein ist mir ja persönlich seit vielen Jahren und Jahr- zehnten ein Begriff. Da wünsche ich mir ganz einfach, dass auch weiterhin so viele ehrenamtlich engagierte Persönlich- keiten im TTC bereit sind, neben dem Bundesliga-Team gerade auch die Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen. Dann wird dieser großeTraditionsklubnochvieleerfolgreicheJahre vor sich haben – und zwar nicht nur im Spitzensport, sondern gerade auch im Breitensport und Nachwuchssport. 47
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